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Genealogie - oder: Woher stamme ich eigentlich? Frau aus dem Harz forscht in der Familiengeschichte - und hat schon 4.600 Verwandte gefunden

Bianca Müller, die im Harz aufgewachsen ist, hat sich auf eine arbeitsreiche wie emotionale Reise zu ihren Wurzeln begeben. Jetzt hat sie ein Buch veröffentlicht. Worum es darin geht, was sie herausgefunden hat und wie der Einstieg in die Ahnenforschung gelingen kann.

Von Susanne Thon Aktualisiert: 01.04.2024, 12:59
Bianca Müller vor dem Haus in Züllichau, in dem ihre Uroma Martha gelebt hat. Sie trägt den Hut von ihrem Opa Alfred.
Bianca Müller vor dem Haus in Züllichau, in dem ihre Uroma Martha gelebt hat. Sie trägt den Hut von ihrem Opa Alfred. (Foto: Bianca Müller)

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Thale/Quedlinburg/MZ. - Und dann sehe ich die E-Mail, von einem Menschen am anderen Ende der Welt. Ich habe geheult wie ein Schlosshund. Von da an war Aufhören gar keine Option mehr“, erinnert sich Bianca Müller an diesen einen Abend vor zwei Jahren. Den ganzen Tag hatte sie vor dem Rechner gesessen, Listen mit Tausenden von Namen durchforstet, um mehr über ihren Opi Alfred rauszufinden. Der war im Zweiten Weltkrieg in britische Kriegsgefangenschaft geraten, kam in ein Lager in Kanada. Um ihren Augen eine Pause zu gönnen, googelte sie ein bisschen hin und her und stieß dabei auf den Blog eines kanadischen Historikers. Seine Beiträge gefielen ihr; das wollte sie ihn wissen lassen. Also schrieb sie ihm, erwähnte am Rande ihren Opa. Nur Stunden später erhielt sie Antwort. Aber was für eine. „Ich habe zig Seiten zu Opi Alfred bekommen“, erzählt Müller. Sie erfuhr, wann er in Kanada angekommen ist und mit welchem Schiff, wann er wieder fort ist, dass er außerhalb des Lagers für Farmarbeiten eingesetzt war. Und sie sah seine Lohnlisten. „Das war so ein großer Meilenstein“, sagt sie, „da habe ich gerade einen knappen Monat geforscht.“