Lernrückstände wegen Corona

Wie Burgenlandkreis Kindern und Jugendlichen helfen will

Nur wenig corona-positive Schüler nach Tests verzeichnet.

Von Martin Walter
Um Lernrückstände infolge des Corona-Lockdowns auszugleichen, plant der Burgenlandkreis Angebote zu schaffen.
Um Lernrückstände infolge des Corona-Lockdowns auszugleichen, plant der Burgenlandkreis Angebote zu schaffen. (Foto: imago images/MITO)

Naumburg - In einem offenen Brief fordern Eltern aus dem Burgenlandkreis, die Masken- und Testpflicht an den Schulen zu beenden. Obwohl mit der niedrigen Inzidenz auch die Corona-Fälle unter den Kindern immer weniger werden, sind die Tests dennoch nicht umsonst. So wurden laut Landrat Götz Ulrich (CDU) vorige Woche insgesamt 29.302 Tests an den Schulen durchgeführt, von denen sich zwei als corona-positiv herausgestellt hätten. Am Montag und Dienstag dieser Woche waren es 14.209 Tests, die lediglich einen positiven Fall aufgezeigt hätten.

Zum Vergleich: Laut Bildungsamtsleiter Robert Aßmann gibt es derzeit in ganz Sachsen-Anhalt 87 Schüler, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Das entspreche rund 0,05 Prozent aller Schüler im Land. Dieselbe Quote gelte derzeit für Lehrer. Von ihnen seien derzeit im gesamten Land acht infiziert, was ebenfalls circa 0,05 Prozent aller hier tätigen Lehrkräfte seien. Im Hinblick auf die Lernrückstände, unter denen viele Schüler aufgrund der Schulschließungen leiden, nimmt der Burgenlandkreis am Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ teil. Ziel sei es, Nachhilfeangebote für einzelne Schüler, aber auch ganze Klassenverbände zu schaffen. Dazu soll auch die Volkshochschule ins Boot geholt werden, wie Robert Aßmann im Bildungsausschuss ankündigte.

Zwar gibt es wieder Präsenzunterricht, doch besteht noch die Möglichkeit, die Kinder davon befreien zu lassen. Von dieser Regelung würden derzeit im gesamten Landkreis neun Schüler beziehungsweise deren Eltern Gebrauch machen. Götz Ulrich wirbt dafür, dass auch sie wieder am Präsenzunterricht teilnehmen.