Tierischer Nachwuchs in Bad Kösen

Von wegen Trauer: Fünf Babyschwäne im Tierpark

Schwarze Schwäne haben im Dezember unverhofft Nachkommen bekommen. Ein Kaninchen kehrt zurück.

Von Andreas Löffler 14.01.2022, 09:14
Die schwarzen Schwäne im Tierpark Bad Kösen haben fünffachen Nachwuchs bekommen.
Die schwarzen Schwäne im Tierpark Bad Kösen haben fünffachen Nachwuchs bekommen. (Foto: Andreas Löffler)

Bad Kösen - Von wegen Trauerschwäne: Im Tierpark Bad Kösen hat das Vogelpaar mit dem markanten schwarzen Gefieder im Dezember unverhofft Nachwuchs bekommen - und zwar gleich einen „Fünfer“. „In der Winterzeit ist das sehr ungewöhnlich. Aber da die Tiere ja aus Australien stammen und dort gerade Sommer ist, passt es irgendwie auch wieder“, berichtet Mitarbeiterin Wiebke Sierk lachend. Bereits im Frühling 2021 habe man bei den Schwarzen Schwänen einen Brutversuch beobachtet - der freilich erfolglos geblieben sei.

„Als wir im Dezember bemerkten, dass das Weibchen wieder brütet, haben wir direkt nach dem Schlupf die fünf Jungen und ihre Eltern vom angestammten Domizil am großen Kurparkteich in einen Stall mit Wärmelampe auf dem Zoogelände gebracht.“ Dort macht vor allem der Schwanen-Mann, wegen seines angriffslustigen Wesens von den Pflegern scherzhaft „Teufel“ genannt, ordentlich Radau: Der Stolz des Papas wohl.

Der erste Neuzugang im Jahr 2022: Alexander Ombeck aus Camburg übergibt das Kaninchen „Svetlana“, dessen Vorfahren selbst aus dem Bad Kösener Zoo stammen, an Tierparkmitarbeiterin Sandra Koch.
Der erste Neuzugang im Jahr 2022: Alexander Ombeck aus Camburg übergibt das Kaninchen „Svetlana“, dessen Vorfahren selbst aus dem Bad Kösener Zoo stammen, an Tierparkmitarbeiterin Sandra Koch.
(Foto: Andreas Löffler)

Wenn die - übrigens noch ganz hell gefiederten - Babyschwäne die letzten Zoo-Neuzugänge im alten Jahr waren, dann ist Kaninchen „Svetlana“ der erste Neuankömmling in 2022. Der Camburger Alexander Ombeck übergab das Langohr am zurückliegenden Mittwoch an Zoo-Mitarbeiterin Sandra Koch - einschließlich einer großen Kiste Bio-Heu und unter der Zusicherung, dann und wann von der eigenen Kräuterwiese im Thüringer Wald für Futter-Nachschub zu sorgen. „Vor einem Jahrzehnt haben wir auf Wunsch unserer Kinder ein Kaninchen-Paar aus dem Kösener Zoo zu uns in Pflege genommen und hatten in den Jahren danach auch immer wieder Nachwuchs. Da die Kids nun groß sind und Svetlana inzwischen der einzige verbliebene Abkömmling dieser Kaninchen-Dynastie ist, geben wir sie nun gern an den Zoo zurück“, so Alexander Ombeck.

Auf den ungewöhnlichen Namen des Tiers angesprochen, erklärt er lachend, dass „Svetlana eben wie eine kleine russische Dame im Pelzmantel aussieht.“ Ebenjenen benötigt man angesichts des derzeit milden Wetters für den Bummel im Kösener Zoo nicht - einen 2G-Nachweis schon.