Großeinsatz an Unstrut-Seitenarm bei Memleben

Sorgen Blaualgen für Färbung und tote Fische?

21.08.2021, 09:14
Die ungewöhnliche Färbung eines stillgelegten Seitenarmes der Unstrut zwischen Memleben und Wendelstein führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei.
Die ungewöhnliche Färbung eines stillgelegten Seitenarmes der Unstrut zwischen Memleben und Wendelstein führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. (Foto: Ina Sielaff)

Memleben/Wendelstein - Zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei kam es am späten Freitagnachmittag zwischen Memleben und Wendelstein. Grund war die ungewöhnliche Färbung des Wassers sowie tote Fische in einem Seitenarm der Unstrut. Vermutet wurde zu Beginn, dass es sich um einen Gefahrgutunfall-Einsatz handelt. Mit Schnelltests, die Spezialkräfte auf Weißenfels nahmen, konnte dies indes ausgeschlossen werden, so Ina Sielaff von der Feuerwehr Bad Bibra. Nach vorläufigem Stand liegt der Verdacht nahe, dass es sich um Blaualgen handelt. Weitere Proben wurden entnommen, die nun ausgewertet werden. Ein Ergebnis wird für Montag erwartet.

Da der stillgelegte Seitenarm keine Verbindung zur Unstrut hat, besteht keine Gefahr der Ausbreitung. Der Fischbestand des Gewässers ist allerdings verendet, hieß es weiter.

Zum Einsatz kamen aufgrund des Gefahrgut-Anfangsverdachtes rund 50 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr, darunter die Wehren aus Wendelstein, Memleben, Bad Bibra, Eckartsberga und Weißenfels sowie Kreisbrandmeister Silvio Suchy. Der Alarm war kurz nach 17 Uhr ausgelöst worden. Umweltamt und Wasserbehörde wurden informiert. (cm)

Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren vor Ort.
Rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei waren vor Ort.
(Foto: Ina Sielaff)