Klosterkirche

Klosterkirche: Eine Kostbarkeit von Weltrang

bad bibra - Nach 70 Jahren ist sie wieder an ihren Ursprungsort zurückgekehrt - die einzige noch vollständig erhaltene Fensterrose aus der Zisterzienserzeit. Vor Ende des Krieges waren die Glasmalereien in der Klosterkirche Schulpforte ausgebaut und eingelagert worden. In den 1960er Jahren wurden die Glasfelder von der Erfurter Firma Hayna restauriert und nach einer Zwischenlagerung im Naumburger Dom im Kloster Pforta unter ungünstigen Bedingungen verwahrt. In mühevoller Arbeit begannen 2012 die beiden Glasrestauratorinnen Petra Ulrich und Ines Trappiel mit der Restaurierung der aus 33 Glasfeldern mit figürlichen Motiven bestehenden Rosette - eine Malerei in Grisaille-Technik aus dem 13. ...

Von hans-dieter speck

Sie sind gerade erst wieder zurückgekommen: Eine Woche lang waren 17 Schülerinnen und Schüler und 13 Erwachsene aus der Verbandsgemeinde (VG) An der Finne Gäste der französischen Partnerkommune Saint André de l´Eure (siehe auch „Hintergrund“). Alle deutschen Teilnehmer der Reise waren wieder bei Gastfamilien untergebracht.

Zum Programm der Jugendlichen gehörte die Teilnahme an einem Unterrichtstag der dortigen Gemeinschaftsschule „Collège des 7 épis“. Auf dem Plan stand Unterricht in den Fächern Geo-Geschichte, Biologie, Mathematik und Sport - natürlich alles in französischer Sprache.

Alle Teilnehmer besuchten an einem weiteren Tag gemeinsam die französische Hauptstadt Paris. Dort folgte nach einer Schiffsfahrt auf der Seine eine Besichtigung des Eiffelturms, von dem sich ein herrlicher Blick über die französische Metropole eröffnete.

Am 8. Mai, der in Frankreich als Tag der Befreiung von der deutschen Besatzung nationaler Feiertag ist, fand auch in St. André de l´Eure eine zentrale Gedenkveranstaltung statt. Bürgermeister Serge Masson legte dabei gemeinsam mit seinem Bad Bibraer Amtsbruder Hartmut Spengler, einem französischen Jugendlichen und Luise Ulrich, der Schulsprecherin des Gymnasiums Laucha, ein Blumengebinde am Denkmal für die französischen Kriegsgefallenen nieder. In Anwesenheit von französischen Kriegsveteranen des Zweiten Weltkriegs gedachte Serge Masson in seinen Worten vor allem des Kriegsendes vor 68 Jahren. Einen Teil der Rede übersetzten französische Jugendliche in die deutsche Sprache.

VG-Bürgermei-ster Götz Ulrich, der diesmal nicht an der Reise teilgenommen hatte, lobte die Gastfreundschaft der französischen Seite: „Alle deutschen Teilnehmer waren begeistert von der freundlichen Aufnahme in den Gastfamilien. Mittlerweile haben sich zwischen Familien und Jugendlichen Freundschaften entwickelt. Man besucht sich auch außerhalb der offiziellen Reisen.“ Das sei gewünscht. Und die Sprachbarrieren, so war von Ulrich weiter zu erfahren, habe man längst überwunden. Auf beiden Seiten werden Sprachkurse organisiert, die die Grundlage eines gegenseitigen Verstehens bilden. Derzeit laufen in Bad Bibra zwei Sprachkurse - für Anfänger und Fortgeschrittene. Außerdem soll ab dem kommenden Schuljahr Französisch für Grundschüler als Arbeitsgemeinschaft in der Grundschule Eckartsberga angeboten werden. Die Vorbereitungen dafür sind bereits im Gange. Finanzieren, so hebt Ulrich hervor, konnte man diesen Besuch nur durch Fördermittel der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt. Diese wurden im Rahmen des Projekts „Pflege der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen der Verbandsgemeinde An der Finne und der Stadt Saint André de l´Eure“ bewilligt.