21-Jährige aus Burgscheidungen ist die neue Weinprinzessin der Stadt Laucha

Aufgewachsen mit Reben

Lebensbilder: Celina Kaufmann ist mit dem Weinbau verbunden und sehr in der Region verwurzelt.

Von Constanze Matthes
Celina Kaufmann aus Burgscheidungen ist für zwei Jahre die neue Lauchaer Weinprinzessin.
Celina Kaufmann aus Burgscheidungen ist für zwei Jahre die neue Lauchaer Weinprinzessin. (Foto: C. Matthes)

Kirchscheidungen - Zum Dorndorfer Weinfest ist sie im Kreis der Majestäten aufgenommen worden. Oder „in eine besondere Wochenend-Familie“, wie Celina Kaufmann es beschreibt. Im Lauchaer Ortsteil nahm die 21-Jährige kürzlich ihre Krone entgegen. Fortan bekleidet sie das Amt der Lauchaer Weinprinzessin - als Nachfolgerin ihrer Vorgängerin Florence Schneider. Sie setzte sich gegenüber zwei Mitbewerberinnen durch. In den nächsten zwei Jahren wird sich ihr Leben etwas anders gestalten.

„Einige Termine wie den Tag der offenen Weinkeller Anfang August oder das Heimatfest in Laucha hatte ich bereits. Es macht mir sehr viel Spaß. Ich bin gut aufgenommen worden und komme so mit vielen Leuten in Kontakt“, sagt die junge Frau aus Burgscheidungen, die mit dem Wein bereits von Kindheit an eng verbunden ist. „Ich bin zwar keine Winzertochter, aber ich habe schon früh im Weinberg unserer Familie mitgeholfen. Später habe ich in der Agrargenossenschaft Gleina und im Weingut Klaus Böhme in Kirchscheidungen in den Ferien gearbeitet“, erzählt Celina Kaufmann während eines Gesprächs im idyllischen Hof der Böhmes. Mittlerweile arbeitet sie im Hofverkauf des Weinguts. Mit Tochter Luise ist sie eng befreundet. „Viele Stammkunden machen hier Halt, aber auch Radtouristen“, erzählt sie.

Ich bin zwar keine Winzertochter, aber ich habe schon früh im Weinberg unserer Familie mitgeholfen.

Celina Kaufmann

Beruflich will sie allerdings auf ganz anderen Pfaden wandeln. Nach ihrem Abitur am Gymnasium in Laucha hat sie ein Pädagogik-Studium an der Universität Leipzig aufgenommen, um später einmal in einer Grundschule zu arbeiten. Zwei Jahre des Studierens stehen noch vor ihr. „Ich wollte schon länger Lehrerin werden, habe in der Vergangenheit Nachhilfe gegeben, der Weinbau ist vielmehr ein Hobby“, sagt die Burgscheidungerin weiter. Trotz ihres Studiums in der sächsischen Metropole ist sie oft und gern zu Hause, zieht es sie zurück ins Unstruttal zur Familie, zu Eltern und Großeltern und Freunden, die ihr nun für die stressige Zeit als Weinhoheit Rückhalt geben und Verständnis zeigen, wenn am Wochenende der Kalender mit Terminen gefüllt ist.

Mit ihrer Entscheidung, Lauchas Weinprinzessin zu werden, habe sie ihre Eltern schon überrascht, gesteht sie. „Ich bin immer mal auf dem Hof angesprochen worden und konnte es mir erst einmal nicht vorstellen, weil ich eher schüchtern bin. Ich habe dann mit Luise und meiner Familie gesprochen“, berichtet Celina Kaufmann. Zwischen ihrer Bewerbung um das Amt und ihrer Vorstellung vor der Jury lagen nur wenige Tage. Im Kreis der Weinhoheiten von Saale-Unstrut fühlt sie sich gut aufgehoben, sieht sie, dass Freundschaften entstehen, mit ihren Vorgängerinnen will sie sich treffen und austauschen. Außerdem sucht sie noch Sponsoren. Denn das Amt ist auch mit finanziellem Aufwand, beispielsweise für Fahrtkosten und Autogrammkarten, verbunden. Unterstützung erfährt sie bereits von der Agrargenossenschaft Burgscheidungen, Familie Cebulla aus Freyburg und Falk Prätzsch.

Auf die Frage, ob sie nach ihrer Zeit als Weinprinzessin der Glockenstadt im Anschluss noch nach der Krone der Gebietsweinkönigin greifen will, bleibt die junge Frau bescheiden: „Erst einmal sollen die beiden Jahre vergehen. Es ist jedenfalls noch nicht geplant.“ Eines ist jedoch sicher. Ihr Wunsch ist es, beruflich in der Heimat zu bleiben.