12 entdeckte Fälle

12 entdeckte Fälle: Weitere Virus-Mutanten im Burgenlandkreis nachgewiesen

Zeitz/Weißenfels - Im Burgenlandkreis gibt es inzwischen zwölf nachgewiesene Fälle von Coronavirus-Mutanten. Das teilte Landrat Götz Ulrich (CDU) bei der wöchentlichen Corona-Pressekonferenz am Mittwoch mit.

Von Martin Walter 17.02.2021, 15:08
Im Burgenlandkreis sind mehrere Mutationen des britischen Coronavirus-Variation nachgewiesen worden.
Im Burgenlandkreis sind mehrere Mutationen des britischen Coronavirus-Variation nachgewiesen worden. www.imago-images.de

Im Burgenlandkreis gibt es inzwischen zwölf nachgewiesene Fälle von Coronavirus-Mutanten. Das teilte Landrat Götz Ulrich (CDU) bei der wöchentlichen Corona-Pressekonferenz am Mittwoch mit.

Damit infiziert seien zum einen vier Erzieher und ein Kind der Naumburger Kita Domspatz sowie eine vierköpfige Familie aus dem Umfeld der Einrichtung. Sie wurde daraufhin geschlossen und das gesamte Personal, die Kinder und deren Eltern getestet und in Quarantäne versetzt wurden.

Erweitere Quarantäneregelung für Infizierte mit Mutation

Zum anderen seien zwei Personen im Bereich Weißenfels sowie eine in Droyßig betroffen, führte Amtsärztin Dr. Ina Schmidt weiter aus. Um die Ausbreitung der Mutationen im Burgenlandkreis zu unterbinden, wurde eine erweitere Quarantäneregelung erlassen. So müssen sich nicht mehr nur Kontaktpersonen ersten Grades, sondern auch alle Personen aus deren Hausstand in Quarantäne begeben.

Dass es sich um mutierte Virusvarianten handelt, konnte durch sogenannte Schmelzkurvenanalysen festgestellt werden. Welche Virusvariante es jedoch konkret ist, könne erst durch eine Genom-Sequenzierung ermittelt werden. Deren Ergebnisse werden noch am Mittwochabend oder am Donnerstag erwartet.

Mutation circa 70 Prozent ansteckender als Ursprungsvirus

Bereits vorige Woche wurde die britische Mutante bei drei Personen aus dem Burgenlandkreis bekannt. Da bei den Fällen an der Naumburger Kita „schon bei kurzen Kontakten Infektionen nachgewiesen“ wurden, wie Ina Schmidt sagte, liegt die Vermutung nahe, dass es sich auch dabei um die britische Variante handeln könnte.

Diese sei zu circa 70 Prozent ansteckender als das Ursprungsvirus und würde auch häufiger junge Leute betreffen, berichtete die Amtsärztin über die Erfahrungen aus Großbritannien. Insgesamt seien seit Anfang Februar 101 Proben aus dem Burgenlandkreis auf Virusmutationen untersucht worden. (mz)