Alternativen durch Onlineangebot

Termin bei der Arbeitsagentur und Jobcenter in Merseburg noch nur mit 2G

Jobcenter bleibt dagegen bei 3G, fordert aber Termine.

Von Robert Briest 25.11.2021, 15:00
Arbeitsagentur und Jobcenter in Merseburg führen 2G-Regeln ein.
Arbeitsagentur und Jobcenter in Merseburg führen 2G-Regeln ein. Felix Kästle/dpa

Merseburg/MZ - Arbeitsagentur und Jobcenter in Merseburg teilen sich zwar dasselbe Haus in der Geusaer Straße. Ab Donnerstag gelten in beiden Institutionen dennoch unterschiedliche Regeln. Die Arbeitsagentur führt für persönliche Gespräche 2G ein, wie Pressesprecher Thomas Hicksch erklärt. Damit setze man die bundesweite Regel um.

Termin bei der Arbeitsagentur und Jobcenter in Merseburg noch nur mit 2G oder Onlineangebote

„Für persönliche Gespräche ist dann der Nachweis erforderlich, geimpft oder genesen zu sein.“ Hicksch empfiehlt daher für persönliche Gespräche einen Termin zu vereinbaren. Für Kunden, die 2G nicht erfüllen, wird eine Beratung vor allem telefonisch oder online erfolgen. Kurzberatungen seien auch an einem „Notschalter“ möglich, sagt Hicksch.

Dort soll auch die persönliche Arbeitslosmeldung stattfinden. Der Sprecher der Agentur wirbt in diesem Kontext noch mal für das Onlineangebot, mit dem viele Anträge erledigt werden können. Auch Gert Kuhnert hebt das Onlineangebot seines Hauses hervor, das den Bedarf für Publikumsverkehr reduzieren soll. Im Jobcenter gilt allerdings kein 2G, wie der Geschäftsführer sagt. „Das können wir mit unseren Kunden nicht.“

Ohne Termin geht nichts

In den Räumen des Jobcenters gilt daher anders als auf den Fluren der Arbeitsagentur weiterhin die 3G-Regel. Auch ein negativer Schnelltest öffnet also die Türen. Selbst da gibt es noch Einschränkungen, wie der Geschäftsführer erläutert: „Das Problem ist, dass man nicht von heute auf morgen den Schalter umlegen kann.“ So stehe demnächst etwa die Scheckauszahlung an Kunden an, die ihre Sozialleistungen nicht überwiesen bekommen. Die Einladungen dafür seien bereits schon länger raus, sagt Kuhnert. Die Betroffenen sollen sich ihre Schecks daher im Eingangsbereich am Infoschalter abholen können.

Weiter hinein ins Haus geht es beim Jobcenter schon seit einiger Zeit nicht, ohne vorher vereinbarten Termin. Kuhnert sagt allerdings zu, dass niemand weggeschickt werde, zumindest die Klärung des Anliegens erfolge vor Ort. Dort ist jedoch nur ein Teil der Belegschaft. Man sei gerade dabei das Thema Homeoffice wieder hochzufahren, sagt Kuhnert.