Chemie im Wandel

Leuna-Harze liefern den Kleber der Windkraft

Das Unternehmen am Chemiestandort Leuna ist einer der wichtigsten Hersteller von Epoxidharz. Dabei setzt die Firma zunehmend auf grüne Vorprodukte. Ihr Chef Klaus Paur zweifelt aber an den Ausbauzielen der Bundesregierung für Windräder - aus einem simplen Grund.

Von Robert Briest 24.07.2022, 12:00
Leuna-Harze produzieren in ihren Anlagen nicht nur Epoxidharze, sondern teils auch die dafür notwendigen Vorprodukte.
Leuna-Harze produzieren in ihren Anlagen nicht nur Epoxidharze, sondern teils auch die dafür notwendigen Vorprodukte. Fotos: Katrin Sieler

Leuna/MZ - Beim Thema nachhaltige Chemie geht Klaus Paur als erstes ins Foyer des flachen Verwaltungsbaus. Dort hängt eine gerahmte Urkunde der Deutschen Industriebank. „Green Loan Certificate“ steht darauf. „Das heißt, wir haben eine Investition mit hoher Energieeffizienz getätigt“, erklärt der Geschäftsführer der Leuna-Harze GmbH stolz. Das Unternehmen stellt am Chemiestandort in erster Linie Epoxidharze her, die in der Bauindustrie zum Einsatz kommen, als Ausgangsmaterial für Klebstoffe. Vor allem sind sie aber wichtiges Material für die Herstellung der Flügel von Windrädern. Leuna-Harze ist mit einer Jahresproduktion von mittlerweile 70.000 Tonnen Epoxidharz nach Angaben seines Chefs der größte Produzent in Europa – und der einzige, der das Produkt auch in Grün kann.

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