Kampf um Schutz des Auwaldes um Merseburg

Die Weiße Elster soll nicht nur eine „Abflussrinne“ sein

Vor rund 50 Jahren wurde die Weiße Elster im Saalekreis in einen begradigten Kanal gezwängt. Das Wasser sollte den Betrieb im Tagebau Merseburg-Ost nicht behindern. Zwei Kommunalpolitiker haben Vorschläge, wie das Wasser jetzt wieder für die Natur genutzt werden kann.

Von Robert Briest Aktualisiert: 26.09.2022, 09:12
Seit einem halben Jahrhundert fließt die Elster im Saalekreis durch ein künstliches Flutbett.
Seit einem halben Jahrhundert fließt die Elster im Saalekreis durch ein künstliches Flutbett. Foto: Robert Briest

Lochau/Burgliebenau/MZ - Die Regenschauer des Vormittags sind weitergezogen. Die Sonne taucht die Brücke zwischen Lochau und Burgliebenau im warmes Licht. Unten rauscht die Elster in Richtung Saale und schwemmt Gräser flussabwärts. Martina Hoffmann, Kreischefin der Grünen und Vorsitzende des Kreisumweltausschusses, blickt missmutig auf das, was sie „Abflussrinne“ nennt. Das schmale, vergleichsweise gerade Bett der Elster in einem breiten von Deichen begrenzten Flutbecken. Es ist nicht der natürliche Verlauf des Flusses, sondern der von Menschenhand geschaffene.

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