Schweinehochhaus bei Stern TV

Schweinehochhaus bei Stern TV: Neue Bilder zum Skandal um Tierquälerei

Maasdorf - Zwei Jahre nach der Räumung des Schweinehochhauses in Maasdorf bei Köthen ist am Mittwochabend Thema bei Stern TV. Gegen den Betrieb der Zuchtanlage hatte es über Jahre massiven Protest von Tierschützern gegeben. In dem 1970 gebauten Haus waren auf sechs Etagen rund 500 Sauen gehalten ...

30.09.2020, 11:53

Zwei Jahre nach der Räumung des Schweinehochhauses in Maasdorf bei Köthen ist am Mittwochabend Thema bei Stern TV. Gegen den Betrieb der Zuchtanlage hatte es über Jahre massiven Protest von Tierschützern gegeben. In dem 1970 gebauten Haus waren auf sechs Etagen rund 500 Sauen gehalten worden.

Stern TV hatte über die Zustände und die Vorwürfe gegen den Betreiber wiederholt berichtet. Zwei Mitarbeiter waren wegen Tierquälerei verurteilt worden. In der Sendung am Mittwoch (22.15 Uhr) soll um die aktuelle Situation gehen.

Schweinehochhaus in Maasdorf: Zukunft offen

Das Haus war 2018 geräumt worden, der Betreiber hatte technische Gründe dafür angegeben. Eine moderne Ausstattung und ein neues Konzept sollten erarbeitet werden – geschehen ist bisher offenbar nichts.

Wie der Vorsitzende des Deutschen Tierschutzbüros mitteilt, hätten Mitglieder in diesem Monat kontrolliert, „ob das Schweinehochhaus auch wirklich noch immer leer ist“. Was mit dem Gebäude geschieht, ist derzeit unklar. Der Verein hatte nach der Schließung den Abriss des Hauses gefordert.

Seit 2013 hatte es Proteste gegen den Betreiber, die HET GmbH mit Geschäftsführer Michiel Taken, gegeben. Aufnahmen einer versteckten Kamera zeigten die Haltung in engen Käfigen und brutale Misshandlungen von Mitarbeitern gegen die Tiere.

650 Menschen demonstrieren vor dem Schweinehochhaus

Vor dem Haus demonstrierten in den Jahren mehrere Male Tierschützer, 2016 erstmals mit rund 400 Teilnehmern, 2018 mit über 600 Menschen. Die Behörden wurden aktiv, bei einer Kontrolle wurden Missstände bei der Haltung der Tiere und im Baubestand entdeckt.

Zwei Mitarbeiter des Betriebs wurden wegen Tierquälerei zu Geldstrafen in Höhe von 875 und 900 Euro verurteilt. „Wir hätten uns deutlich höhere Strafen gewünscht, dennoch sind wir zufrieden, dass es überhaupt zu einer Verurteilung gekommen ist, in den meisten Fällen erfolgt leider eine Einstellung" so der Vereinsvorsitzende Jan Peifer. (mz)