Spitzenreiter in Sachsen-Anhalt

Fast 23 Grad - Köthen hatte im Juli die heißeste Nacht seit Aufzeichnungsbeginn

Im Juli war es in ganz Sachsen-Anhalt extrem heiß. Sogar die 40-Grad-Marke ist erstmal gerissen worden. Mit Blick auf Köthen gab es landesweit die heißeste Nacht.

Aktualisiert: 04.08.2022, 14:53
Köthen hat im Juli die heißeste Nacht des Landes.
Köthen hat im Juli die heißeste Nacht des Landes. (Foto: imago images / Steffen Schellhorn)

Köthen/MZ - Köthen hat im Juli seine bislang heißeste Nacht überhaupt erlebt. Das hat das Landesamt für Umweltschutz in Sachsen-Anhalt am Donnerstag mitgeteilt. Mit 22,7 Grad war es in der Bachstadt nicht nur die höchste gemessene Temperatur in ganz Sachsen-Anhalt, sondern zugleich die seit Beginn der Aufzeichnungen jemals gemessene höchste Nachttemperatur in der Stadt.

Dieser Wert gilt als ungewöhnlich hoch. Ab 20 Grad sprechen Wetter-Experten von einer sogenannten Tropennacht. Diese sind besonders aus medizinischer Sicht problematisch für alte und körperlich geschwächte Leute.

Erreicht wurde dieser Wert im Anschluss an den bislang heißesten Tag des Jahres - den 20. Juli 2022. Spitzenreiter im Land war hier Huy-Pabstorf mit 40 Grad. Dort wurde in Sachsen-Anhalt erstmals die 40-Grad-Marke erreicht. Doch auch Köthen zählte zu den wärmsten Orten im Land. Gemessen wurde ein Wert von 38,6 Grad, was die Stadt an diesem Tag zum sechstwärmsten Ort gemacht hat.

Zu heiß, zu trocken - aber mehr Sonnenschein in Köthen

Generell war es laut Landesumweltamt im Juli erneut viel zu trocken und zu heiß. So lag das Flächenmittel Sachsen-Anhalts bei 19,5 Grad und damit 1,9 Grad über der Referenzperiode 1961 bis 1990 und auch 0,5 Grad über den Werte von 1991 bis 2020.

Beim Niederschlag lag der Wert bei 69,6 Prozent des langjährigen Mittels von 1961 bis 1990 und sogar nur bei 50,8 Prozent des Zeitraums 1991 bis 2020. Demnach war der Juli 2022 der fünfte zu trockene in Folge.

Beim Sonnenschein lag man hingegen deutlich über dem Soll. 123,4 Prozent verglichen mit dem Mittel 1961 bis 1990 und 113,5 Prozent mit Blick auf 1991 bis 2020.