Vorführung

Vorführung : Auf Pirsch nach ungewollter Wärme

Jessen - Trotz redlichen Mühens gelingt es vielen Haushalten nicht, die fällige Energiekostenrechnung zu senken. Entweder weil der Anbieter zu teuer ist, oder weil die eigenen vier Wände noch immer Wärmebrücken ...

Von Sven Gückel 06.02.2018, 08:30

Trotz redlichen Mühens gelingt es vielen Haushalten nicht, die fällige Energiekostenrechnung zu senken. Entweder weil der Anbieter zu teuer ist, oder weil die eigenen vier Wände noch immer Wärmebrücken aufweisen.

In beiden Fällen lässt sich aber kompetente Hilfe in Anspruch nehmen. Mitarbeiter der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt unterhalten im Land ein Netz von Beratungsstellen, an die man sich bei Bedarf wenden kann. Einmal im Monat ist das nach vorheriger Absprache auch in Jessen möglich.

André König, Mitarbeiter eines Ingenieurbüros in Dessau-Roßlau, arbeitet auf Honorarbasis für die Verbraucherzentrale und steht bei Interesse für Fragen oder Hilfestellungen bereit.

„Wir bieten allen Verbrauchern kompetenten und unabhängigen Rat in Energiefragen. Je nach Problemstellung und persönlichen Bedürfnissen gibt es verschiedene Beratungsformate. Von der schnellen Telefonberatung bis zum ausführlichen Beratungstermin zu Hause“, erläutert er.

Mehrere Möglichkeiten

Welche Wege und Möglichkeiten es gibt, Strom- oder Heizkosten zu sparen, erläuterte er einer Handvoll Interessenten vor dem alten Rathaus der Stadt. Dabei brachte König auch eine Thermographiekamera zum Einsatz, die energetische Schwachstellen an Gebäuden aufzeigt.

Der Blick durch das Messgerät war allerdings nicht Schwerpunkt des Zusammentreffens. „Uns kommt es erst einmal darauf an, die Menschen für eine energetische Gebäudesanierung zu sensibilisieren und ihnen deutlich zu machen, dass man unsere Dienste in Anspruch nehmen kann“, so König weiter.

Noch immer, sagt der Dessauer, herrsche bei vielen die Meinung vor, das Dämmen der Hauswand habe wenig Sinn. „Das ist ein gehöriger Irrtum“, betont er. Vom Gegenteil überzeugt werden die Skeptiker zumeist im Verlaufe eines Beratungsgespräches. Entweder beim genaueren Betrachten der Heizkostenrechnung oder beim Blick durch die Wärmebildkamera.

„Noch aussagekräftiger als der Blick auf die Außenfassade eines Gebäudes ist die Untersuchung der Schwachstellen im Inneren des Hauses. Spätestens hier wird vielen klar, dass man etwas unternehmen sollte“, betont André König aus der Erfahrung heraus. Wer dann zu dem Schluss kommt, etwas unternehmen zu wollen, wird von den Mitarbeitern der Energieberatung bei Bedarf über mögliche Förderprogramme oder die Inanspruchnahme zinsgünstiger Darlehen aufgeklärt.

Auch für Mieter interessant

Von Interesse kann die Energieberatung nicht nur für Hauseigentümer sein. Auch wer zur Miete wohnt, ist bei ihnen an der richtigen Stelle, wenn es darum geht, Strom- oder Gaskosten zu senken. „Wir sehen uns die Abrechnungen der letzten Jahre gründlich an und analysieren, ob diese im Optimum liegen oder ob man vielleicht den Anbieter wechseln sollte.“

Darüber hinaus gibt es nützliche Tipps, wie sich Strom sparen lässt oder man erhält Auswahlkriterien, beim Kauf von Elektrogeräten. Letzteres lässt sich oft einfach am Telefon klären oder man nimmt die Onlineberatung der Verbraucherzentrale in Anspruch. Sollte die Thematik umfassender sein, steht einer Beratung in Haus oder Wohnung nichts im Weg.

„Wir würden es begrüßen, wenn die Verbraucher noch stärker auf uns zukämen“, verdeutlicht König. Jeden zweiten Donnerstag im Monat stehen er oder andere Mitarbeiter im Rathaus der Stadt bei Fragen bereit.

››Termine zu den Beratungen im Jessener Rathaus lassen sich unter Telefon 0800/8 09 80 24 00 (kostenfrei) jeweils von 15 bis 18 Uhr vereinbaren.

(mz)