BILDUNG

Schweinitzer Grundschule kürt ihren Leselöwen

Der traditionelle Wettbewerb im Vorlesen zeigt an der Grundschule Schweinitz einige Talente. Wie der Vormittag ausgeht.

Von Klaus Adam 13.05.2022, 15:15
Schweinitzer Grundschüler lauschen in der Sporthalle den Geschichten, die ihre Mitschüler für den Wettbewerb ausgewählt haben.
Schweinitzer Grundschüler lauschen in der Sporthalle den Geschichten, die ihre Mitschüler für den Wettbewerb ausgewählt haben. Fotos: Grundschule/Nadine Müller

Schweinitz/MZ - Ein großer Leselöwe sitzt auf dem Tisch neben dem Mikrofon. Man könnte meinen, er wacht aufmerksam über die Leistungen der Grundschüler bei diesem Wettbewerb. Mitgebracht hatte das Maskottchen Steffen Fischer, Inhaber des Buchladens in Jessens Langer Straße. Daneben sitzt aber noch eine etwas kleinere - quasi bettgerechte - Variante des Kuscheltieres, den sich der Sieger oder die Siegerin des diesjährigen Leselöwen-Wettbewerbes an der Grundschule Schweinitz als Pokal mit nach Hause nehmen kann.

An diesem Dienstag ist es eine Siegerin, wie die MZ anschließend von Nadine Müller erfährt. Sie ist Klassenlehrerin der 3 b an der Schule. In ihre Klasse geht Melinda Letz, die nach zwei Stunden des Ausscheides die Jury überzeugt. Insgesamt sind es neun Schüler, die sich nach den Klassenausscheiden für den Schulwettbewerb qualifiziert haben: Pia Friedrich und Annabelle Deterling aus der 3 a, Melinda, die spätere Siegerin, Eleanor Schwager und Adele Klein aus der 3 b.

Das kleinere der Löwenmaskottchen ist der Siegerpreis des Wettbewerbs.
Das kleinere der Löwenmaskottchen ist der Siegerpreis des Wettbewerbs.
Grundschule

Und aus der vierten Klasse stellen sich Moritz Kullmann, Leonie Richter, Hannah Walter und Marlen Bitterkleid dem Votum der Jury. Die besteht aus Buchhändler Steffen Fischer, Nadine Krech, pädagogische Mitarbeiterin, Schulsekretärin Petra Müller, sie ist gleichzeitig die Bibliothekarin in der Zweigstelle Schweinitz der Stadtbibliothek, und der ehemaligen pädagogischen Mitarbeiterin Roswitha Gresse.

„Alea Aquarius. Die Farben des Meeres“ hat sich die spätere Siegerin Melinda Letz für ihre Kür ausgewählt. „Das ist schon ein recht schwerer Text, den sie sich da ausgesucht hat“, schätzte Klassenlehrerin Nadine Müller später ein. Melinda sucht sich inzwischen schon öfter Bücher aus, die dem Niveau der sechsten und siebenten Klasse entsprechen, würdigt die Lehrerin.

Die besten Vorleser der Grundschule Schweinitz: Hannah Walter, Melinda Letz und Eleonor Schwager (von links). In der Mitte die Siegerin mit ihrem Preis.
Die besten Vorleser der Grundschule Schweinitz: Hannah Walter, Melinda Letz und Eleonor Schwager (von links). In der Mitte die Siegerin mit ihrem Preis.
Grundschule

„Andere Kinder hatten sich Schulgesichten ausgewählt“, so Nadine Müller. „Die langweiligste Klasse der Welt“, scheint unter den Schülern einer der Renner zu sein. Aber auch Witziges war da zu hören. Ein Missgeschick am ersten Schultag macht Ole zu „Ole von Pups“, so der Titel des Buches von Hans-Dietrich Nehrig, das sich Moritz für seinen Lesebeitrag ausgesucht hatte. Nach der Kür kommt die Pflicht. Drei Minuten lang, wie auch schon bei den selbstausgesuchten Titeln, werden die Klassensieger nun einen vorgegebenen, heißt ihnen unbekannten Text lesen.

Bibliothekarin Petra Müller hat dafür einen Band aus „Die Chaosklasse“ von Usch Luhn und Annika Sauerborn ausgesucht. Die Story hat sogar einen zeitkritischen Touch: Weil ihre Grundschule geschlossen wird, müssen Zora und ihre Mitschüler in eine andere Schule wechseln. Da hat aber Leon in seiner Clique das Sagen und den kann Zora nicht ausstehen. Der Beginn einer abenteuerlichen Schulzeit...