Finanzen

Einstimmiges Votum für Bankenfusion in Jessen

In den Vertreterversammlungen ist für eine Fusion der Volksbanken Elsterland und Fläming entschieden worden.

Von Annette Schmidt
Die Vertreterversammlung der Volksbank Elsterland eG stimmt in der Mehrzweckhalle von Jessen für einen Zusammenschluss mit VR-Bank Fläming.
Die Vertreterversammlung der Volksbank Elsterland eG stimmt in der Mehrzweckhalle von Jessen für einen Zusammenschluss mit VR-Bank Fläming. (Foto: Annette Schmidt)

Jessen - Angekündigt wurde es bereits im Dezember des vergangenen Jahres, nun war es soweit. Am Montag hat in der Jessener Mehrzweckhalle die jährliche Vertreterversammlung der Volksbank Elsterland eG unter erheblichen Hygienebestimmungen stattgefunden.

Im Mittelpunkt stand neben dem Jahresabschluss die Vorstellung und Abstimmung des Verschmelzungsvertrages mit der VR-Bank Fläming eG, deren Hauptsitz in Luckenwalde ist. Trotz der Pandemielage waren genügend Vertreter zur Versammlung erschienen.

Die neue Flächenbank

Auf Anfrage der MZ sagte Vorstand Walter J. Meyer, „die anwesenden Vertreter hatten mit einhundert Prozent für die Fusion gestimmt.“ Zwei Tage später stimmten auch die Mitgliedervertreter der VR-Bank Fläming für die Verschmelzung der beiden Genossenschaftsbanken. Laut Meyer soll zeitnah die Registrierung erfolgen. Die neue Flächenbank VR-Bank Fläming - Elsterland eG wird 13.039 Mitglieder und sieben Marktbereiche umfassen. Das Einzugsgebiet reicht von Werder bei Potsdam über Luckenwalde und Jüterbog bis nach Bad Liebenwerda. Die Fusionspartner wollen sich gemeinsam den Wettbewerbsherausforderungen am Finanzmarkt stellen.

Tätigkeitsschwerpunkte der neuen Fusionspartner werden sein: langfristige Zukunftssicherung des Instituts, die fortschreitende Digitalisierung, die Erhaltung der Struktur im ländlichen Raum und die Folgen der langanhaltenden Minuszinspolitik.

In diesem Zusammenhang erläutert Meyer, dass die Filiale in Klöden demnächst geschlossen wird. Dies läge aber nicht, das stellt er ganz deutlich heraus, an der Fusion. Sondern dass die Bank schlicht der geringer werdenden Kundenfrequenz Rechnung tragen müsse.

Nicht das erste Mal

Walter Meyer bekräftigte, dass weiterhin das Hauptaugenmerk auf die Kunden und Mitglieder gerichtet bleiben wird. Für die Volksbank Elsterland eG ist es in ihrer über 150-jährigen Geschichte nicht die erste Fusion. Bereits 2001 ist sie aus den Raiffeisenbanken Jessen und Bad Liebenwerda hervorgegangen. Weiter Kooperationsversuche wie 2018 mit der Volksbank Dessau-Anhalt scheiterten bereits während der Verhandlungen. (mz)