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Besuch der Landsenioren in Ruhlsdorf Das lernen die Landsenioren aus Dessau, Coswig und Zerbst in der Blaubeerplantage bei Ruhlsdorf

Die Landsenioren Mittlere Elbe machen einen Ausflug in den Landkreis Wittenberg und beuchen dabei auch Ruhlsdorf. Welchen Tipp Günter Thiele für die Besucher hat.

Von Thomas Keil 21.07.2024, 10:22
Eigentlich war das Eimerchen schon voll: Siegfried Hennig (r.)  nascht, während er sich von Günter Thiele die Ruhlsdorfer Blaubeerplantage erläutern lässt.
Eigentlich war das Eimerchen schon voll: Siegfried Hennig (r.) nascht, während er sich von Günter Thiele die Ruhlsdorfer Blaubeerplantage erläutern lässt. (Foto: Thomas Keil)

Ruhlsdorf/MZ. - Eifrig greifen die Hände zu. Zügig landen die blauen Beeren im bereitgehaltenen Eimer. Ein Kilogramm ist schnell zusammen. Aber wahrscheinlich sind es noch wesentlich mehr, die tatsächlich von den Sträuchern gepflückt werden. Schließlich muss alle Handvoll Beeren gekostet werden, ob die aktuell geerntete Sorte noch schmeckt. Falls man dieser überdrüssig ist? Kein Problem, hier im Wald nahe Ruhlsdorf steht mindestens noch ein halbes Dutzend mehr zur Auswahl.

Von der Elbe an den Fläming

Am Donnerstag haben die Landsenioren Mittlere Elbe den Landkreis Wittenberg besucht. „Wir starteten mit einer Besichtigung Wittenbergs, bestaunten den Annaburger Nutzfahrzeugbau und sind nun hier bei Günter Thiele mit seinen Heidelbeeren angekommen“, fasst Heinz Vierenklee den Tag knapp zusammen. Der Vorsitzende der Landsenioren Mittlere Elbe ist mit weiteren 47 Mitgliedern vor Ort. „Man unterhält sich, lernt Leute kennen, man kommt mal raus“, benennt er die Motivation für derartige Fahrten.

Marlies Giersch ist eine der 48, die sich mit Blaubeeren eindecken.
Marlies Giersch ist eine der 48, die sich mit Blaubeeren eindecken.
(Foto: Thomas Keil)

Bevor sich die Senioren aus Dessau, Zerbst und Coswig an diesem Nachmittag wortwörtlich in die Büsche schlagen, gibt es am Rastplatz am Luchgraben eine Stärkung in Form von Heidelbeerkuchen, -Torte und natürlich Kaffe sowie anderen Getränken – offeriert von wenigstens drei Generationen der Familie Thiele.

Kein Vergleich

Während der Ernte gibt Günter Thiele als Plantagenbesitzer auch reichlich Tipps für die Hobbygärtner unter den Besuchern. Sein Lieblingstipp, falls der eigene Strauch nicht so recht will: „Schlingen Sie ein Seil herum und reißen sie den Strauch aus. Anschließend kommen sie zu mir und pflücken hier ihre Beeren“, empfiehlt er mit einem Schmunzeln.

Am Rastplatz im Wald stärken sich die Landsenioren.
Am Rastplatz im Wald stärken sich die Landsenioren.
(Foto: Thomas Keil)

Zu den Besuchern zählt auch Siegfried Hennig. „Das muss man mal gesehen haben“, staunt der Dessauer. Mit Waldheidelbeeren sei das kaum zu vergleichen. Er sei nun seit zwei Jahren ein Landsenior und lerne auf den vielen Tagesausflügen reichlich Neues, wie an diesem Tag im Gespräch mit dem Ruhlsdorfer Blaubeerexperten. Wobei auch er mehr als den einen Eimer mitnehmen wird – er dürfte einer der eifrigsten Geschmackskontrolleure sein.