Brückenschlag zwischen Klossa und Mönchenhöfe

Brückenschlag zwischen Klossa und Mönchenhöfe: „Träumen kann man ja“

Klossa/Mönchenhöfe - Es soll keiner sagen, die Klossaer und die Mönchenhöfener kämen nicht zusammen. Mangels Brücke - die beiden letzten Pfeilerrudimente auf Klossaer Seite kommen dieses Jahr auch noch aus dem Ufer - bauen sie sich eine Fähre. Die allerdings auch nur kurzen Bestand hat - solange das traditionelle Brückentreffen zwischen beiden Elster-Anrainerorten läuft - Sonntagvormittag für einige Stunden. Aus Premsendorf haben sie sich ein Boot geborgt. Und so sind Ortsteilbeiratschef Wilfried Globig und Feuerwehrchef Egbert Uhde aus Klossa natürlich deutlich fixer im Nachbarort, als der Reporter per Auto. Es ist wie Hase und ...

Von Klaus Adam 01.03.2015, 18:56

Es soll keiner sagen, die Klossaer und die Mönchenhöfener kämen nicht zusammen. Mangels Brücke - die beiden letzten Pfeilerrudimente auf Klossaer Seite kommen dieses Jahr auch noch aus dem Ufer - bauen sie sich eine Fähre. Die allerdings auch nur kurzen Bestand hat - solange das traditionelle Brückentreffen zwischen beiden Elster-Anrainerorten läuft - Sonntagvormittag für einige Stunden. Aus Premsendorf haben sie sich ein Boot geborgt. Und so sind Ortsteilbeiratschef Wilfried Globig und Feuerwehrchef Egbert Uhde aus Klossa natürlich deutlich fixer im Nachbarort, als der Reporter per Auto. Es ist wie Hase und Igel.

„Die Forellen sind fertig“, verkündet denn auch Globig, nachdem er Mönchenhöfener Freundesland betreten hat. Ja, auch das hat inzwischen Tradition, auf dem Klossaer Ufer gibt es Forellen. Ansonsten wärmen Lagerfeuer auf beiden Seiten des Flusses die Teilnehmer. Dass der Wind hin und wieder einen Wasserschleier auf sie wirft, fällt kaum auf bei dem kalten Regen am Sonntagvormittag. Doch der nasse Brückenschlag aus den Strahlrohren der beiden Feuerwehren ist ja gerade der Anlass dafür, dass die Klossaer und Mönchenhöfener ihre warmen Häuser verlassen haben. Sie wollen ja an die Brücke erinnern, die es vor zig Jahrzehnten mal gab.

„Ich habe sogar schon mal mit ’nem Statiker gesprochen“, erzählt Hubert Sachse. „Eine Brücke zu bauen, wäre gar nicht kompliziert, auf einer Seite ein Pylon aufgestellt, der die Brücke per Seilen hält. Mehr braucht es gar nicht.“ Noch sind es Träume. „Träumen darf man ja“, meint er verschmitzt. Viel mehr ärgert ihn aber bereits Bestehendes. Auf Mönchenhöfener Seite sind die Dämme einschließlich der Verteidigungswege bereits neu gebaut. „Warum sind die für Radfahrer gesperrt?“, fragt der Mönchenhöfener, der lange Zeit die Gaststätte im Ort betrieb. „Über Holzdorf könnte man die sogar bis an die Flämingskate anbinden.“ Vielelicht bleibt das ja kein Traum, wie eine neue Elsterbrücke? Doch auch ohne den alten Pfeiler: „Wir machen das 2016 wieder“, verkündet Egbert Uhde überzeugt.