Rohrbruch verursacht Loch in Straße

Fichtestraße in Hettstedt nach Erdfall gesperrt

Über 20 Haushalte sind von der Havarie betroffen. Die Trinkwasserversorgung wurde mittels eines Wasserwagens sichergestellt.

Von Tina Edler 11.01.2022, 17:28
Nach einem Erdfall  ist die Fichtestraße in Hettstedt gesperrt.
Nach einem Erdfall ist die Fichtestraße in Hettstedt gesperrt. Foto: Lukaschek

Hettstedt/MZ - Die Fichtestraße in Hettstedt ist nach einem Erdfall vorübergehend gesperrt. Wie Bürgermeister Dirk Fuhlert (parteilos) auf Nachfrage der MZ mitteilt, ist das Loch in der Straße aufgrund eines Wasserrohrbruchs am Montagabend entstanden. Dabei sei das Loch nicht klein: „Von außen sah es erst sehr unscheinbar aus, aber ein Großteil ist unterhöhlt“, sagt Fuhlert. Etwa fünf Meter lang und zwei bis drei Meter tief schätzt er die Abmaße. Die Sperrung werde voraussichtlich noch bis Ende dieser Woche andauern, so Fuhlert weiter.

Anschluss an Wassernetz wird provisorisch hergestellt

Bei dem defekten Rohr handelt es sich um eine Trinkwasserleitung, ergänzt Mario Arnold, Geschäftsführer der Stadtwerke GmbH. „Wir vermuten, dass es einen Erdrutsch gab, durch den die Leitung gerissen ist“, sagt er. Die genaue Ursache soll in den nächsten Tagen geklärt werden.

Aufgrund des defekten Kanals sind seit Montagabend über 20 Haushalte in der Fichtestraße von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten gewesen. Mit einem Wasserwagen wurde die Versorgung zwischenzeitlich sichergestellt. Der Anschluss an das Leitungsnetz sollte am Dienstagabend erfolgen, war am Nachmittag vom Stadtwerkechef zu erfahren. Dabei sei dieser aber nur provisorisch, denn die defekte Leitung selbst müsse noch vollständig repariert beziehungsweise erneuert werden.

Erdfall am Katzensteg sorgt für monatelange Sperrung

In Hettstedt ist der Erdfall in der Fichtestraße innerhalb weniger Monate der zweite dieser Art. Im August 2021 wurde nach starken Regenfällen im Bereich Katzensteg/Gerbstedter Straße der Untergrund durch einen defekten Kanal unterspült. Die Reparatur dauerte mehrer Monate an, auch weil Füllmaterial immer wieder weggespült wurde. In diesem Jahr soll der Untergrund auf bergbauliche Altlasten untersucht werden.