Verlosung von Schulplätzen

Verlosung von Schulplätzen in Halle (Saale): Hunderte Kinder in der Warteschleife

Halle (Saale) - Die Losverfahren für die weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2017/18 sind zwar bereits vorbei. Die Briefe über eine Zu- oder Absage von der Wunsch-Schule bereits verschickt.

Von Silvio KIson 30.03.2017, 06:35

Die Zitterpartie bei den kommenden Fünftklässlern ist noch nicht überstanden. Die Losverfahren für die weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2017/18 sind zwar bereits vorbei. Die Briefe über eine Zu- oder Absage von der Wunsch-Schule bereits verschickt.

Insgesamt 300 Schüler stehen aber noch in der sprichwörtlichen Warteschlange - also auf den Nachrückerlisten der einzelnen Schulen. Die Stadt rechnet zum Schuljahresbeginn am 10. August mit insgesamt 1.701 Fünftklässlern.

Giebichenstein- und Neues Städtisches Gymnasium besonders beliebt

Allein auf die beiden Integrierten Gesamtschulen (IGS) sowie die Sekundarstufen der zwei Kooperativen Gesamtschulen (KGS) haben sich insgesamt 504 Schüler auf gerade einmal 365 Plätze beworben. Die 139 Schüler, die dort bei der Platzvergabe nicht zum Zuge kommen, müssen auf andere Schulen ausweichen. „Als Alternative werden gegebenenfalls frei werdende Plätze an anderen Gesamtschulen angeboten. Zusätzlich kommen freie Plätze in Gemeinschaftsschulen und Sekundarschulen in Frage“, sagt Christine Radig vom Fachbereich Bildung der Stadt Halle.

Aber auch an den Gymnasien sieht es schlecht aus. Besonders beliebt war wie in den Vorjahren das Giebichenstein-Gymnasium „Thomas Müntzer“ mit 181 Bewerbern auf 112 Plätze. Nach wie vor hoch im Kurs liegt zudem das Neue Städtische Gymnasium (NSG) am Hallmarkt. 104 Schüler wurden angenommen. Allerdings gab es insgesamt 184 Bewerber. Aber auch das Christian-Wolff-Gymnasium in Halle-Neustadt steigt in der Beliebtheitsskala der Eltern: 124 Bewerber gab es auf die 112 Plätze.

Viele Eltern melden ihre Kinder an mehreren Schulen an, darunter an Spezialschulen mit Eignungstests

Insgesamt 161 Schüler stehen nun also auf den Wartelisten dieser beliebten Gymnasien und können nur hoffen, dass sie am Ende doch noch einen Platz an ihrer Wunsch-Schule bekommen. Die Hoffnung ist nicht unbegründet: Denn viele Eltern melden ihre Kinder an mehreren Schulen an, darunter an Spezialschulen mit Eignungstests.

„Innerhalb der nächsten Wochen werden von den Eltern Plätze zu- und abgesagt, da die Aufnahmen an den Schulen mit inhaltlichen Schwerpunkten und den freien Schulen noch nicht abgeschlossen sind. Diese laufen parallel und in Eigenverantwortung der Schulen“, sagt Christine Radig. Noch ist der Ausgang also offen.

Heute abgelehnte Schüler können also morgen noch ihren Wunschplatz erhalten. Für alle anderen Schüler bleiben dann nur noch die Ausweichschulen wie das Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium und das Gymnasium Südstadt - hier gab es nämlich weitaus weniger Bewerbungen als Plätze. Sicherlich nur ein schwacher Trost für die Schüler. (mz)