Star Wars in Halle

Star Wars in Halle (Saale): Sternenkrieger erobern den Dom

Halle (Saale) - Auf Besucher des Doms wartet am Donnerstag ein ungewöhnliches Ereignis

13.06.2017, 13:15

Filmmusik in der Kirche? Und dunkle Gestalten mit Schwertern? Auf Besucher des Doms wartet am Donnerstag ein ungewöhnliches Ereignis: Der evangelische Vikar Constantin Plaul hat mit zwölf Schülern der fünften und sechsten Klassen des Neuen Städtischen Gymnasiums eine Arbeitsgemeinschaft „Star Wars in der Kirche“ angeboten.

Film-Musik erklingt auf der Orgel

Was dabei herausgekommen ist, können sich Interessierte in einer  Performance am Donnerstag anschauen. Live an der Orgel und dem Syntheziser ist dann Domkantor Gerhard Noetzel mit der Originalmusik aus dem Star Wars-Zyklus.

An der Schule wird sogar eine "Star-Wars-AG" angeboten

„Das Ziel besteht darin, ausgehend von den Star-Wars-Filmen über ethisch-religiöse Fragen mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen“, erklärt Plaul. Der 36-Jährige hat dafür die Zusammenarbeit mit dem Neuen Städtischen Gymnasium gesucht. Und damit einen vollen Erfolg gelandet. „Ich liebe Star Wars“, sagt der elfjährige Falk. Er hat jede Menge Spielzeug zum Thema und freut sich deswegen, dass es an seiner Schule dazu eine Arbeitsgemeinschaft angeboten wird.

Antonia dagegen, das einzige Mädchen der Gruppe, hat gerade mitgemacht, weil sie nichts über Star Wars wusste. „Dass auch Themen wie Freundschaft und Verrat in den Filmen vorkommen, denkt man gar nicht“, sagt die Elfjährige. Nach einem Schulhalbjahr in der Arbeitsgemeinschaft hat sie nun wie die anderen das Ziel erreicht, Star-Wars-Profi zu sein.

Der ewige Kampf Gute gegen Böse

Was das bedeutet, erklärt Vikar Plaul: Die Schüler haben sich mit den Filmen auseinandergesetzt und aus der Handlung Themen herausgesucht, die sie beschäftigen. So haben sich die Elfjährigen mit Kampf und Tod, mit  Gut und Böse, mit Familie und Freundschaft beschäftigt. „Wie wird im Film deutlich, dass Figuren miteinander befreundet  sind? Und wie ist das bei    euch?“, waren  Fragen, die Constantin Plaul den Kindern gestellt hat.

45-minütige Performance im Gotteshaus

 In einer etwa 45-minütigen  Performance zeigen die Schüler das Ergebnis: Nicht durch langweilige Vorträge, sondern in Form eines multimedialen Rundgangs durch den Dom mit verschiedenen Stationen. Einzelne  ausgewählte Star-Wars-Themen inszenieren sie theatralisch und setzen  dabei  den Dom sozusagen in einen Dialog. Außerdem gibt es auch ein Quiz. Dass  Leuchtschwerter und Masken mit zur Ausstattung gehören, versteht sich von selbst.

Für die meisten der Kinder, so Plaul, war das Projekt auch Anlass, zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt eine Kirche zu betreten. Fest steht für ihn aber dennoch: „Es soll hier niemand missioniert werden.“ Dass er die Schüler mit dem Projekt begeistern konnte, steht jedoch außer Frage. (mz)

Performance im Dom am Donnerstag, 15. Juni, 18.30 Uhr.  Eintritt  frei.