Stadtbad wird für Millionen saniert Stadtbad wird für Millionen saniert: "Jetzt hat es endlich geklappt"

Halle (Saale) - Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Finanzierung einer Gesamtsanierung des Stadtbades in Halle mit rund 13,4 Millionen Euro bewilligt - von dieser Sensationsnachricht wurde Annette Waldenburger am Donnerstagabend völlig überrascht. „Wir haben schon viele Fördermittelanträge gestellt - jetzt hat es endlich geklappt“, so die Geschäftsführerin der Bäder GmbH, die sich über diese Nachricht natürlich hoch erfreut zeigt. Offenbar war man in Berlin vom eingereichten Sanierungskonzept überzeugt. Das, so Annette Waldenburger, müsse nun im Detail ausgearbeitet werden.
Freude beim Förderverein: Stadtbad kann endlich saniert werden
Begeisterung über die Zusage aus Berlin herrscht indes auch bei den Mitgliedern des Fördervereins Zukunft Stadtbad, der sich seit sieben Jahren für die Sanierung des architektonischen Kleinods engagiert. Dass es nun mit einer so großen Summe geklappt hat, ist auch den Förderern des Stadtbades zu verdanken. Auf Einladung des Fördervereins und der Bäder Halle GmbH habe es in den letzten Wochen und Monaten Gespräche und Begehungen im Stadtbad gegeben.
Hierbei seien bereits im April und im August auf Initiative des halleschen SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen, Bettina Hagedorn, und der Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion im Haushaltsausschuss, Johannes Kahrs, vor Ort gewesen, so Vereinsvorsitzende Kathleen Hirschnitz.
Saniertes Stadtbad soll Gesundheitsbades für Hallenser werden
Ab 2020 werden nun über den Bund 50 Prozent des Gesamtbedarfs zur Sanierung bis 2024 zur Verfügung gestellt. Mit der Gesamtsumme von rund 26 Millionen Euro ist nun die Umsetzung der Idee eines Gesundheitsbades für die Hallenser zum Greifen nahe. So können nun im bisher leer stehenden Vorderbau des historischen Stadtbades die Sauna wieder reaktiviert, Räume für Gesundheitsanwendungen wie Moor- und Solebäder sowie Physiotherapieräume entstehen. Zudem sei eine neue Wasseraufbereitungsanlage für die Männerschwimmhalle und ein Energiekonzept für das gesamte Stadtbad nötig, so Kathleen Hirschnitz. (mz)