Saalekreis

Saalekreis: Firma investiert 26 Millionen Euro in Kabelsketal

Kabelsketal - Vor den Toren der Stadt Halle, im Saalekreis-Örtchen Dölbau (Gemeinde Kabelsketal), setzt sich eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte fort: Die Firma Kleusberg, die Gebäude in sogenannter Modulbauweise errichtet, will sich beträchtlich erweitern. Laut Unternehmenssprecher Jan Ackerstaff soll der Produktionsstandort Dölbau für insgesamt 26 Millionen Euro umfassend erweitert werden. „Wir suchen aktuelle 15 bis 20 neue Mitarbeiter“, so ...

Von michael tempel

Vor den Toren der Stadt Halle, im Saalekreis-Örtchen Dölbau (Gemeinde Kabelsketal), setzt sich eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte fort: Die Firma Kleusberg, die Gebäude in sogenannter Modulbauweise errichtet, will sich beträchtlich erweitern. Laut Unternehmenssprecher Jan Ackerstaff soll der Produktionsstandort Dölbau für insgesamt 26 Millionen Euro umfassend erweitert werden. „Wir suchen aktuelle 15 bis 20 neue Mitarbeiter“, so Ackerstaff.

Dem Sprecher zufolge ist geplant, neben der bestehenden, 1,6 Hektar großen Produktionshalle eine weitere Fertigungsstrecke mit etwa 1,2 Hektar zu bauen. Dazu seien zur Erweiterung des Firmengeländes benachbarte Flächen hinzugekauft worden. Das Unternehmen plane zudem den Zukauf weiterer Flächen über 15 Hektar im Umfeld von Kabelsketal. „In diesem Rahmen ist ebenfalls der Neubau einer Halle sowie befestigter Lagerflächen vorgesehen“, so Ackerstaff.

Firma fertigt Gebäudemodule

Die Firma Kleusberg mit Hauptsitz in Wissen (Rheinland-Pfalz) fertigt in Kabelsketal Gebäudemodule, aus denen ähnlich wie bei Lego-Bausteinen ganze Kliniken, Verwaltungs- und andere Bürogebäude, Kitas, Schulen, Hallen und Pflegeheime zusammengebaut werden. Solch ein Modul kann laut Ackerstaff beispielsweise gleich zwei Wohneinheiten für Pflegeheimbewohner jeweils mit Wohnraum und Nasszelle umfassen. An Schulen wiederum können Klassenräume aus mehreren Modulen bestehen. In Kabelsketal, mit 210 Mitarbeitern der größte Produktionsstandort der Firma, werden wöchentlich rund 50 dieser Module gefertigt. Die Kapazität reicht für die Nachfrage nicht mehr aus. Der deutschlandweit steigende Bedarf an Flüchtlingsunterkünften spielt laut Ackerstaff bei dem Boom bislang keine Rolle.

Die geplanten Investitionen würden hauptsächlich 2016 in Angriff genommen. Noch in diesem Jahr entsteht bereits ein neues Bürogebäude auf dem Werksgelände. „Natürlich in bewährter Modulbauweise“, so Ackerstaff. Dort sollen im kommenden Jahr der Vertrieb, die Verwaltung, die Projektabwicklung und die technischen Abteilungen einziehen. (mz)