„Bewegung Halle“

Rund 2.000 Demonstranten protestieren in Halle gegen Corona-Maßnahmen

Gegner der Corona-Politik forderten auf ihrem Demozug durch die Innenstadt Widerstand gegen die Maßnahmen. Und sie hielten Presse-Fotografen auf Abstand.

Von Denny Kleindienst Aktualisiert: 24.01.2022, 22:34
Rund 2.200 Demonstranten waren auf dem Hallmarkt erschienen.
Rund 2.200 Demonstranten waren auf dem Hallmarkt erschienen. Foto: Denny Kleindienst

Halle/MZ - Rund 2.380 Teilnehmer zählte die Demonstration der „Bewegung Halle“ laut Zählung der Polizei am Montagabend in Halle. Vom Hallmarkt aus ist der Demozug auch durch die Innenstadt gezogen, diesmal war den Demonstranten aber keine Blockade im Weg.

Neben „Frieden, Freiheit, keine Diktatur“ riefen die Teilnehmer auch: „Das ist unsere Stadt.“ Und immer wieder: „Widerstand.“ Währenddessen wurden die zahlreichen Presse-Fotografen unterschiedlicher Medien, die vor dem Demozug liefen, von Seiten der Demo-Sprecher wiederholt aufgefordert, Abstand zu halten und nicht zu provozieren. In Richtung der eigenen Leute wurde vereinzelt durchgesagt, die Fotografen machen zu lassen.

Einzelne Teilnehmer störten ganz gezielt beim Fotografieren, indem sie mit Taschenlampe in Richtung der Kameras leuchteten. Ein Teilnehmer brüllte in Richtung Reporter, zu ihm runterzukommen.

Andere Teilnehmer bewiesen durchaus Humor. Ein junger Mann schob ein extralanges Fahrrad im Demozug mit. Auf seinem Schild stand: „Genesenenstatus bitte länger anerkennen.“ Bei einem weiteren Teilnehmer in kompletter Clowns-Montur und mit Deutschlandflagge in der Hand, der ebenfalls laut „Widerstand“ rief, war nicht ganz klar, wie ernst ihm der Protest war.

Am Ende wurde die nächste Demo in einer Woche am selben Ort angekündigt. Noch einmal skandierten die Teilnehmer: „Widerstand, Widerstand.“

An den Gegenversammlungen haben sich am Montagabend bis zu 120 Personen beteiligt, so die Polizei. Im Zusammenhang mit versammlungsrechtlichen Aktionen waren zudem mehrere Straftaten bekannt geworden, darunter Sachbeschädigung und Körperverletzung.