Riebeckplatz Halle

Riebeckplatz in Halle: Hotel und Wohnhaus der HWG geplant

Halle (Saale) - Pläne für Bauprojekte am Riebeckplatz in Halle stellten berbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos), der Geschäftsführer der Halleschen Wohnungsgesellschaft (HWG), Jürgen Marx, und der Chef der Hochbausparte des halleschen Baukonzerns Papenburg, Frank Heinze am Mittwoch vor.

Von Detlef Färber 29.09.2016, 04:00

Jahrzehntelang war die Baugrube am Hallmarkt Halles augenfälligstes Stadtbild-Problem. Spätestens seit dieses Problem mit dem Finanzamt-Neubau und einem nun auch schon fast fertigen Hotel gelöst ist, hat sich das Augenmerk auf eine weitere Hauptproblemzone der Saalestadt verlagert - und zwar von West nun nach Ost: Dahin, wo einst die vor Jahren abgerissenen Riebeck-Türme eine Art Stadttor-Situation bildeten. Doch nun?

Eine weite leere Fläche am umgestalteten Riebeckplatz, ein Hotel, das keins mehr ist und keins mehr sein wird, und der Eingang zu einem oberen Boulevard, der nicht nur optisch missfällt, sondern der Stadt und der Polizei darüber hinaus in mancherlei Hinsicht Sorgen macht.

Aber jetzt will sich die Stadt energisch dem Sorgenkind Riebeckplatz widmen - städtebaulich zumindest. In einem knappen Jahr starten eingangs der Leipziger Straße zwei große Bauvorhaben, die geeignet scheinen, den derzeit so gesichtslosen Eingang zur Innenstadt erheblich aufzuwerten. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos), der Geschäftsführer der Halleschen Wohnungsgesellschaft (HWG), Jürgen Marx, und der Chef der Hochbausparte des halleschen Baukonzerns Papenburg, Frank Heinze, stellten am Mittwoch die Pläne dafür gleich mal vor Ort vor.

Zunächst will Papenburg auf der Freifläche des abgerissenen Riebeck-Nordturms ein Hotel bauen. In dem Bau sollen laut Heinze rund 180 Zimmer entstehen. Zudem wolle man es nach der Fertigstellung an eine Hotelkette verpachten, die das Haus dann betreibt. Welche Kette genau das sein wird, sei noch nicht ganz sicher, so der Bau-Manager.

Sogar ein richtiger Blickfang kann und soll wohl auch das Wohn- und Geschäftshaus mit der attraktiven Fassade werden, das die HWG genau an die Stelle des verbliebenen unsanierten Plattenbaus stellen will. 89 Wohnungen - etliche davon altersgerecht oder zumindest seniorenfreundlich - sollen entstehen, und im Erdgeschoss ein Supermarkt, der dort den bisherigen Lebensmittelmarkt ersetzt.

Vorgesehen ist sowohl von Papenburg wie der HWG, in das jeweilige Projekt 20 Millionen Euro zu investieren. Für Sommer 2017 ist der Baubeginn und für Frühjahr 2019 die Fertigstellung vorgesehen. Wichtig sei der Stadt gewesen, „zu zeigen, dass sich am Riebeckplatz etwas tut“, betonte OB Bernd Wiegand - und freie Künstler zweier Gruppen untermalten diese Botschaft mit einer Installation.

(mz)