„Esel, der auf Rosen geht“ 2019

Preisverleihung „Der Esel, der auf Rosen geht“ in Halle

Halle (Saale) - Für ihr ehrenamtliches Engagement erhielten Menschen aus Halle und dem Saalekreis den Bürgerpreis „Der Esel, der auf Rosen geht“.

Von Silvia Zöller 25.05.2019, 18:01

Für ihr ehrenamtliches Engagement werden am Samstag ab 18 Uhr im Neuen Theater in Halle  Menschen aus Halle und dem Saalekreis ausgezeichnet – sie wurden von MZ-Lesern für den Bürgerpreis „Der Esel, der auf Rosen geht“ nominiert. Rund 100 Vorschläge sind  eingereicht worden, aus denen die Jury die Sieger ausgewählt hat. In diesem Jahr findet die Preisverleihung bereits zum 17. Mal statt. Die Initiatoren dieser Auszeichnung sind das Neue Theater, die Volksbank Halle und die Mitteldeutsche Zeitung.

Wer Ehrenamtliche wird mit dem Bürgerpreis ausgezeichnet?

Neben drei Einzelpersonen, die mit dem Bürgerpreis für ihren Einsatz für die Allgemeinheit geehrt werden, erhält auch wieder eine Gruppierung den Preis der Jury. Weiter wird ein Prominenter, der sich um die Stadt verdient gemacht hat, mit  dem Preis der Initiatoren geehrt. Auch in diesem Jahr kann das Publikum im Saal darüber entscheiden, welcher Ehrenamtliche einen weiteren Preis erhält: Dafür sind sieben Kandidaten nominiert.

Der Preis ist benannt nach der alten Sage, nach der die Hallenser eine Straße mit Rosenblättern geschmückt hatten, auf der der Kaiser in die Stadt einziehen sollte. Doch der Adelige nahm aufgrund eines Hochwassers einen anderen Weg. Nichtsahnend lief Müllerbursche mit seinem Esel über den mit Rosen bestreuten Weg und wurde so von den Hallensern wie ein König geehrt.

Und das sind die Preisträger

Einzelpersonen:

Vanessa Homann erhält die erste Auszeichnung des Abends. Die 27-Jährige ist  Vorsitzende des Tierschutzvereins Halle und hat frischen Wind hereingebracht: Neben der Vermittlung von Tieren stehen jetzt auch Projekte mit Kindern im Fokus. Die Biologin leitet auch das Tierheim des Vereins.

Für sein vielfältiges Engagement erhält der Musiker und Rechtsanwalt Reiner Schock den Bürgerpreis. Der Hallenser gründete den Verein „Nothilfe ohne Tabu“, den Bürgerverein Gesundbrunnen sowie den Kabarett- und Kunstverein „Die Kiebitzensteiner“. Darüber hinaus engagiert er sich auch für die Mansfelder Bergwerksbahn.

Sabine Knöfel erhält den Bürgerpreis für ihr Engagement im sozialen Bereich. Die Hallenserin  berät jährlich rund 200 Ratsuchende im Neustädter Mehrgenerationenhaus „Pusteblume“ in Fragen zur Vorsorgevollmacht, zum Betreuungsrecht, zu Schulden oder zu vielen anderen Fragen im sozialen Bereich.

Preis der Jury: Der Merseburger Altstadtverein wird mit dem Jurypreis ausgezeichnet.  Der Verein, der sich den Erhalt von Kulturwerten und die Mitwirkung bei der Stadtgestaltung auf die Fahne geschrieben hat, wird für sein enormes Engagement ausgezeichnet: Seit 1991 hat der Verein mehr als 270 Projekte umgesetzt und dafür 460.000 Euro an Spenden und Fördermitteln akquiriert. 

Publikumspreis: Der Saalpreis geht an das Team des Wünschewagens des Arbeiter-Samariter-Bundes, das letzte Herzenswünsche von Menschen erfüllt.

Preis der Initiatoren: Mit dem Preis der Initiatoren wird in diesem Jahr der Physiker Prof. Ralf Wehrspohn ausgezeichnet.   Der Leiter des halleschen Fraunhofer IMWS Instituts für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen und  Inhaber des Lehrstuhls für Mikrostrukturbasiertes Materialdesign an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wirkt weit über Halle hinaus: Seine Meinung wurde unter anderem auch als Mitglied der Kohlekommission von der Bundesregierung gehört. Die Laudatio auf den Wissenschaftler hielt Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).