1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Halle
  6. >
  7. Letzter "Polizeiruf 110" aus Halle: Finaler dritter Teil läuft am Sonntag in der ARD

"Der Wanderer zieht von dannen" Letzter "Polizeiruf 110" aus Halle: Finaler dritter Teil läuft am Sonntag in der ARD

Am kommenden Sonntag zeigt die ARD den finalen dritten Teil des "Polizeiruf 110" aus Halle. Das Ermittlerduo Koitzsch und Lehmann steht vor einem Mordfall, der sie tief in frühere Fälle zurückführt. Einer der Kommissare gerät dabei selbst in Lebensgefahr.

Von Tim Müller und Franziska Peinelt Aktualisiert: 12.02.2026, 11:05
Peter Schneider (rechts) und Peter Kurth (links) verabschieden sich mit "Der Wanderer zieht von dannen" als Kommissare mit dem Polizeiruf 110 aus Halle.
Peter Schneider (rechts) und Peter Kurth (links) verabschieden sich mit "Der Wanderer zieht von dannen" als Kommissare mit dem Polizeiruf 110 aus Halle. (Foto: dpa/MDR | Felix Abraham)

Halle (Saale). – Zum letzten Mal ermitteln Koitzsch und Lehmann in der ARD-Serie "Polizeiruf 110" aus Halle. In ihrem letzten Fall gibt es viele Gemeinsamkeiten mit ihren vorherigen Fällen – zu viele. Sind die Kommissare einem Serienmörder auf der Spur?

Lesen Sie auch: Der Polizeiruf 110 verlässt Halle – ist es wirklich für immer?

Wann wird der letzte Polizeiruf 110 aus Halle ausgestrahlt?

Der neue Polizeiruf 110 aus Halle mit dem Titel "Der Wanderer zieht von dannen" wird am Sonntag, dem 15. Februar, um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen sein. 

Worum geht es im letzten Polizeiruf 110 aus Halle?

Der dritte Fall von Koitzsch und Lehmann (Peter Kurth und Peter Schneider) beginnt mit einem mysteriösen Tod in der Badewanne. Dem Ermittlerduo wird schnell klar: Die alte Frau Krüger (Sybille Maria Dordel) ist keines natürlichen Todes gestorben, sondern wurde ermordet.

Henry Koitzsch (links) und Michael Lehmann (rechts) treffen auf Hausmeister Trojanowitz.
Henry Koitzsch (links) und Michael Lehmann (rechts) treffen auf Hausmeister Trojanowitz.
Foto: MDR/Felix Abraham

Der übereifrige Hausmeister Trojanowitz (Henning Peker) gerät in Verdacht, etwas mit der Tat zu tun zu haben. Spuren führen Koitzsch und Lehmann schließlich zurück in die Vergangenheit: Der ungelöste Mord an Uwe Baude (aus dem ersten Polizeiruf 110 aus Halle) und weitere ungeklärte Fälle überschneiden sich mit ihrem neusten Fall. 

Lesen Sie auch: Polizeiruf 110 aus Halle: Darsteller bedauern das Ende nach dem dritten Teil

Schnell kommt der düstere Verdacht auf, dass es das Ermittlerduo aus Halle mit einem Serientäter zu tun hat. Bei ihren Ermittlungen treffen sie auf eine alte Bekannte: Frau Sommer (Cordelia Wege). Ist sie vielleicht der Schlüssel zur Lösung? Doch bevor die beiden Kommissare den Täter finden, gerät Koitzsch selbst in tödliche Gefahr.

Im letzten Polizeiruf 110 aus Halle kreuzen sich erneut die Wege von Katrin Sommer (Cordelia Wege) und dem Ermittlerduo.
Im letzten Polizeiruf 110 aus Halle kreuzen sich erneut die Wege von Katrin Sommer (Cordelia Wege) und dem Ermittlerduo.
Foto: MDR/Felix Abraham

Wer sind die Ermittler im Polizeiruf 110 aus Halle?

Kriminalhauptkommissar Henry Koitzsch (Peter Kurth) ist durch nichts aus der Ruhe zu bringen. Es gibt kaum einen Abgrund, in den er nach fast dreißig Dienstjahren noch nicht geblickt hat. Seine raue Art macht es Kollegen und Mitmenschen nicht leicht.

Auch interessant: Der MDR will nicht mehr: Kein weiterer "Polizeiruf" aus Halle

Seinen Feierabend verbringt er gerne in seiner Stammkneipe "Zum Heidekrug" gleich neben dem Revier in Halle. Dort feiert er auch jährlich den "Tag der Volkspolizei". Koitzsch ist geschieden und lebt allein – ein einsamer Wolf, wie er im Buche steht.

Kurz nach der Wende ging seine Ex-Frau mit der gemeinsamen Tochter in den Westen. Er selbst wünscht sich eine neue Liebe und Frau für den Rest seines Lebens. Doch er bleibt wohl allein.

Peter Schneider (links) und Peter Kurth (rechts) verabschieden sich mit "Der Wanderer zieht von dannen" als Kommissare mit dem Polizeiruf 110 aus Halle.
Peter Schneider (links) und Peter Kurth (rechts) verabschieden sich mit "Der Wanderer zieht von dannen" als Kommissare mit dem Polizeiruf 110 aus Halle.
Foto: MDR/Felix Abraham

Kriminalkommissar Michael Lehmann (Peter Schneider) ist ein ruhiger und gefasster Typ. Er beobachtet stets und hört zu. Rückhalt findet er bei seiner Frau und seinen Kindern. Er lebt in Leipzig und pendelt mit der Bahn nach Halle. Als gelernter Krankenpfleger ist Michael Lehmann einfühlsam, versucht aber immer, die Dienstvorschriften einzuhalten. 

Nachdem er einen Aushang mit der Aufschrift "Fachkräfte bei der Polizei gesucht" sah, stieg er quer in den Beruf ein. Nach einem Jahr Streifendienst wechselte er in den gehobenen Dienst. Mit 50 Jahren ist er zwar ein alter Hase, hat aber deutlich weniger Erfahrung als Koitzsch. Lehmann ist praktizierender Christ und geht regelmäßig in die Kirche. 

Im Team ergänzen sich die beiden prima: Das Gespür und die unorthodoxen Methoden von Henry Koitzsch passen gut zu Michael Lehrmanns rationaler Arbeitsweise. 

Lesen Sie auch: "Polizeiruf 110" aus Halle für Deutschen Fernsehkrimi-Preis nominiert

Wie viele Folgen von Polizeiruf 110 aus Halle gab es bisher?

Bei dem Polizeiruf 110 aus Halle handelt es sich um eine Trilogie. "Der Wanderer zieht von dannen" bildet dabei den Abschluss des Dreiteilers. Den Auftakt machte im Mai 2021 der Film "An der Saale hellem Strande" - eine Jubiläumsfolge anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Krimireihe. Der zweite Teil "Der Dicke liebt" wurde im April 2024 ausgestrahlt. Der dritte und letzte Teil des Polizeirufs aus Halle überträgt die ARD am 15. Februar 2026.

Wie stehen die Chancen für einen weiteren "Polizeiruf 110" aus Halle?

Wenn es nach dem Filmproduzenten Eike Goreczka geht, dann würde es weitere Teile geben, denn er möchte sich für eine Fortsetzung einsetzen. Auf der Berlinale möchte er seine Kontakte spielen lassen und herausfinden, ob die Serie mit Peter Schneider und Peter Lehmann ausgeweitet werden kann. "Die Berlinale ist für uns ein Treffpunkt für Leute, mit denen man zusammenarbeitet", so Goreczka.

Auch Peter Schneider bedauert das Ende der Show. In einem Interview mit der Teleschau verriet der Schauspieler, dass er gerne weitergemacht hätte. "Doch vom MDR war es von Anfang an beschlossen, dass es eine einmalige Trilogie von Filmen bleiben soll", sagt Schneider.

Wichtig findet er, dass er und sein Ermittler-Kollege Peter Kurth sowie der Autor und Regisseur aus der Region kommen. "Natürlich erzählen wir auch ein bisschen unsere eigenen Lebensgeschichten mit. Und sei es, wie bei uns Schauspielern, in der Art, wie wir die Geschichten interpretieren." Auch deshalb sei der "Polizeiruf" aus Halle wichtig.