Neue Verbindungen nach Armenien

Neue Verbindungen nach Armenien: Gjumri wird neue Partnerstadt

Halle (Saale) - Halle will eine Städtepartnerschaft zu Gjumri in Armenien aufbauen. Der Hauptausschuss hat dem Vorstoß der Verwaltung bereits zugestimmt. In Halle gibt es die größte armenische Kirchengemeinde mit 150 Mitgliedern innerhalb Sachsen-Anhalts. Viele Gemeindemitglieder haben Wurzeln in Gjumri. An der Universität gibt es zudem ein armenisches ...

Von Tanja Goldbecher 25.05.2020, 09:30
Die Stadt Gjumri in Armenien wird neue Partnerstadt von Halle. In der Saalestadt gibt es die größte armenische Kirchengemeinde mit 150 Mitgliedern innerhalb Sachsen-Anhalts.
Die Stadt Gjumri in Armenien wird neue Partnerstadt von Halle. In der Saalestadt gibt es die größte armenische Kirchengemeinde mit 150 Mitgliedern innerhalb Sachsen-Anhalts. imago stock&people

Halle will eine Städtepartnerschaft zu Gjumri in Armenien aufbauen. Der Hauptausschuss hat dem Vorstoß der Verwaltung bereits zugestimmt. In Halle gibt es die größte armenische Kirchengemeinde mit 150 Mitgliedern innerhalb Sachsen-Anhalts. Viele Gemeindemitglieder haben Wurzeln in Gjumri. An der Universität gibt es zudem ein armenisches Institut.

Halle pflegt bisher neun Städtepartnerschaften mit Städten in Frankreich, Finnland und China

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Inés Brock sprach sich für die Städtepartnerschaft aus. Zugleich sollten die neuen Beziehungen nach Armenien genutzt werden, um sich auch für die Gleichstellung von Homosexuellen in dem Land einzusetzen. „Laut einem internationalen Ranking gibt es dort noch einen erheblichen Nachholbedarf“, sagte Brock. CDU-Stadtrat Christoph Bergner mahnte an, die Städtepartnerschaft als kulturellen Austausch und nicht als Erziehungsauftrag zu verstehen.

Halle pflegt bisher neun Städtepartnerschaften unter anderem nach Grenoble in Frankreich, Oulu in Finnland und Jiaxing in China. Stadtrat Gernot Nette (Freie Wähler) kritisiere, dass Halle bereits 20.000 Euro für die Städtepartnerschaften ausgebe. OB-Büroleiterin Sabine Ernst erklärte, dass in diesen Partnerschaften nicht die Finanzierung, sondern der Austausch im Vordergrund stehe. (mz)