Nach Flutschäden 2013

Nach Flutschäden 2013 in Halle: Neues Wassersportzentrum für den Osendorfer See

Halle (Saale) - Für die Wassersportler am Osendorfer See zeichnete sich langsam ein Ende ihrer Leidenszeit ab.

Von Robert Briest 17.01.2017, 12:00

Für die Wassersportler am Osendorfer See zeichnete sich langsam ein Ende ihrer Leidenszeit ab. Nach dem die Kanuten im vergangenen Frühjahr erstmals nach drei Jahren wieder auf ihr heimisches Gewässer durften, legte die Stadtverwaltung am Dienstag einen Zeitplan zur Sanierung des bei der Flut 2013 stark beschädigten Uferbereichs und der Vereinsanlagen. Wie die zuständige Dezernentin  Judith Marquardt erklärte, seien Ersatzneubauten für die zerstörte Infrastruktur geplant.

Bereits im Februar soll ein entsprechender Baubeschluss in den Stadtrat eingebracht werden. Sollte dieser zustimmen, könnten die Baumaßnahmen im Januar 2018 beginnen und bis Mai 2019 abgeschlossen werden. Für die Arbeiten rechnet Marquardt mit Gesamtkosten von 6,57 Millionen Euro. Die sollen aus zwei Quellen stammen. 2,86 Millionen soll das Landesverwaltungsamt für die Beseitigung der Schäden an Böschungen und Straßen beisteuern. 3,25 Millionen Euro erhofft sich die Sportdezernentin von der Investitionsbank des Landes für die Hochbauten.

Der Osendorfer See war bei der Flut 2013 überschwemmt worden. Damals brach oberhalb des Tagebaurestlochs ein kleiner Deich. In der Folge stieg der Wasserspiegel um fünf Meter. Die Fluten zerstörten die Anlagen der ansässigen Vereine für Kanusport und Drachenboote. Auch die Böschungen wurden beschädigt. Fast drei Jahre lang durften die Wassersportler im Anschluss nicht betreten werden. Erst im Frühjahr 2016 kehrten die Kanuten nach einer Exilzeit auf dem Hufeisensee auf ihr Heimatgewässer. Die Drachenbootfahrer wollen erst nach Abschluss der Bauarbeiten 2019 wieder über den Osendorfer See fahren. (mz)