Meisterbräu-Komplex in Glaucha

Meisterbräu-Komplex in Glaucha: Freyburg-Brauerei steht wieder zum Verkauf

Halle (Saale) - Die Sanierung der Freyburg-Brauerei am Saaleufer in Glaucha ist vorerst gescheitert. Nach fast zwei Jahren Planung hat der hallesche Immobilienentwickler Richard Hergeth den sogenannten Optionskaufvertrag, ein Vorkaufsrecht, an dem seit mehr als zwei Jahrzehnten leerstehenden „Meisterbräu“-Komplex verkauft, wie er gegenüber der MZ bestätigte.

Von Michael Falgowski 25.04.2016, 14:00

Die Sanierung der Freyburg-Brauerei am Saaleufer in Glaucha ist vorerst gescheitert. Nach fast zwei Jahren Planung hat der hallesche Immobilienentwickler Richard Hergeth den sogenannten Optionskaufvertrag, ein Vorkaufsrecht, an dem seit mehr als zwei Jahrzehnten leerstehenden „Meisterbräu“-Komplex verkauft, wie er gegenüber der MZ bestätigte. Der Optionskaufvertrag läuft  Ende dieses Jahres aus.

Plan sah 80 bis 100 Wohnungen vor

Inzwischen wird Halles berühmte Brauerei in Glaucha bereits wieder auf dem Immobilienmarkt angeboten. Ursprünglich wollte Hergeth  80 bis 100 Wohnungen und einen Supermarkt in dem Industriedenkmal bauen. 20 bis 30 Millionen Euro sollte dies kosten. Das Industriedenkmal mit seinen Tiefkellern wurde erstmals  komplett vermessen, ein Teil des Gebäudes war bereits fertig geplant.  Dieser Teil brannte aber  im Sommer vergangenen Jahres vollständig aus. „Obwohl uns der Denkmalschutz  am Ende doch noch entgegengekommen ist, konzentrieren wir uns nun auf ein weniger schwieriges Objekt“, so Hergeth.

Die denkmalgeschützte Freyberg-Brauerei mit der beeindruckenden Jugendstilfassade an der Saale  galt Mitte der 1930 Jahre als größte Privatbrauerei Deutschlands. 1990 kaufte EKU Kulmbach „Meisterbräu“ und schloss die Produktion später. 1996 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, das erst vor wenigen Tagen beendet wurde. (mz)