Dirk Skrzypczak sieht Stadt geschwächt

Kommentar zu Halle ohne Minister: Jetzt muss der Süden stark sein

Von Dirk Skrzypczak
Reiner Haseloff (CDU, l), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Rainer Robra (CDU), Chef der Staatskanzlei, während einer Pressekonferenz.
Reiner Haseloff (CDU, l), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, und Rainer Robra (CDU), Chef der Staatskanzlei, während einer Pressekonferenz. (Foto: Ronny Hartmann/dpa)

Halle (Saale)/MZ - Ist es egal, ob Minister aus Halle kommen? Für die tägliche politische Arbeit vielleicht schon, denn sowohl die Vertreter der Landesregierung als auch die Abgeordneten sind dem Wohl Sachsen-Anhalts verpflichtet - und nicht einer Kleinstaaterei, geordnet nach Städten und Kreisen. Aber natürlich ist es kein Nachteil, wenn hochrangige Politiker vor der eigenen Haustür wohnen. Mit einem schnellen Draht in die Ministerien sind die Wege ins Regierungskabinett nun einmal kurz. Manche Probleme lassen sich einfacher lösen. Und nicht zuletzt bringt es einer Stadt durchaus Glanz ein, wenn sie Prominente vorzeigen kann.

In der Landespolitik bäckt Halle vorerst kleinere Brötchen. Das mag auch daran liegen, dass die Strippen halt andere ziehen. Geht es um die Regierungsarbeit in Sachsen-Anhalt, sitzt die Stadt nicht in der ersten Reihe. Umso wichtiger ist es, dass die Hallenser mit den Abgeordneten im Landessüden eine Allianz bilden und gemeinsame Interessen in Magdeburg vertreten. Dafür ist die Region stark genug.

Den Autor erreichen Sie unter: dirk.skrzypczak@mz.de