Halle startet mit Sieg in die Saison

Halle startet mit Sieg in die Saison: Gisa Lions schlagen die langen Tiger

Halle (Saale) - Der Blick wanderte ein Stockwerk nach oben. 188 Zentimeter misst die Flügelspielerin, die den Gisa Lions da gegenüberstand. Jana Heinrich überragte die meisten „Löwinnen“ am Samstag um einen Kopf - so wie insgesamt drei der groß gewachsenen Gegnerinnen aus ...

Von Tim Fuhse

Der Blick wanderte ein Stockwerk nach oben. 188 Zentimeter misst die Flügelspielerin, die den Gisa Lions da gegenüberstand. Jana Heinrich überragte die meisten „Löwinnen“ am Samstag um einen Kopf - so wie insgesamt drei der groß gewachsenen Gegnerinnen aus Neuss.

„Die war wirklich sehr groß und konnte dazu gut werfen“, sagt Sebastian Tempel, sportlicher Leiter der Lions, am Tag danach. Und er fügt an:„Das hat man gemerkt. Es flößt uns noch zu viel Respekt ein, wenn die Gegnerinnen länger sind.“

Gisa Lions starten mit Sieg in die Saison

Respekt, ja. Aber Nervosität wie bei der überraschenden Pokal-Pleite gegen Osnabrück vor zwei Wochen? Nein. Der Auftakt der Gisa Lions in die Zweitliga-Spielzeit, er ist geglückt. Trotz des Größen-Nachteils bezwangen sie die Neuss Tigers vor heimischem Publikum mit 73:67.

„Zufrieden darf man nie sein“, meint Tempel, „aber alle Spielerinnen haben ihre Leistung abgerufen. Wir sind auf einem guten Weg.“ Man habe gesehen, dass das Team einen Gegner, der im letzten Jahr oben mitgespielt habe, über ein ganzes Spiel hinweg kontrollieren könne. Danach sah es in den ersten Minuten der Partie gleichwohl noch nicht aus.

Unterm Korb lief es nicht gegen Jana Heinrich und die langen Gegnerinnen aus Neuss - der Respekt, hier war er zu spüren. „Insgesamt 16 Offensiv-Rebounds für die Tigers - das bedeutet 16 Mal eine zweite Chance. Das darf nicht sein“, sagt Tempel. Schnell fanden die Lions dann aber besser ins Spiel, holten sich ihre Bälle anderswo. Etwa mit aggressivem Verteidigen auf dem Parkett.

Ieva Kazlauskaite beste Werferin bei den Gisa Lions Halle

„Das soll uns über die Saison auszeichnen“, sagt Tempel. Gleichwohl bringt die Variante auch ein gewisses Risiko mit sich. „Es ist eine kleine Gratwanderung, die gestern gut funktioniert hat“, meint der sportliche Leiter. Gegen die Tigers kämpfte man sich so ins Spiel. Und dominierte bald - zwischenzeitlich führten die „Löwinnen“ mit 20 Punkten. Beste Werferin war Ieva Kazlauskaite mit 17 Punkten.

Lange werden die Gisa Lions sich auf dem gelungenen Debüt nicht ausruhen können. Am Mittwoch steigt beim Auswärtsspiel im nordrhein-westfälischen Overath das „Löwen-Duell“ mit der SG Bergische Löwen. „Wir wollen den Schwung des Siegs mitnehmen“, sagt Tempel. Das, was man gegen die Tigers aufs Parkett gebracht habe, solle wieder abgerufen werden. Auch dann, wenn wieder eine lange Gegenspielerin auf dem Parkett steht.

››Das Auswärtsspiel am Mittwoch beginnt um 16 Uhr.

(mz)