Eine Liebeserklärung

Eine Liebeserklärung: Geo-Magazin entdeckt Halles Charme

Halle (Saale) - Halle (Saale) landet in der Top Ten der schönsten Altstädte Deutschlands - sogar noch vor Leipzig. Wie kommts?

Von Janine Gürtler 28.09.2017, 07:00

Dass Halle ein kleines Juwel ist, weiß hierzulande natürlich jedes Kind. Denn sobald man erst einmal die Tristesse rund um den  Riebeckplatz hinter sich gelassen hat und ins Zentrum der Stadt vorrückt, glänzt die Saalestadt mit einem bemerkenswert erhaltenen Stadtkern. Das hat nun auch das Reportage-Magazin Geo herausgefunden: In seiner kürzlich herausgegebenen Liste der Top Ten der schönsten Altstadtkerne in deutschen Großstädten reiht sich Halle hinter Städten wie Bremen, Aachen und Freiburg im Breisgau auf Platz Neun ein. Bemerkenswert: In der Liste, in der drei ostdeutsche Städte vertreten sind, schummelt sich Halle sogar noch vor Leipzig. Wie kann das sein?

Geo-Magazin lobt für Halle (Saale): Reise in die Geschichte in der Großen Märkerstraße

Dem Verfasser der Top-Ten-Liste im Geo-Magazin haben es offensichtlich die alten Straßenzüge von Halle angetan. Die historische Altstadt von Halle habe, so heißt es in der Erklärung, den Krieg fast unversehrt überstanden. „Besonders sehenswert sind der spätgotische Rote Turm, die mittelalterliche Marktkirche Unser Lieben Frauen und das Stadthaus.“ Viel Mühe habe sich die Stadt auch bei der Sanierung der alten Häuser in der Großen Märkerstraße gegeben.

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Tatsächlich tut sich hier seit einiger Zeit was: So saniert die Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG) derzeit für 4,8 Millionen Euro drei denkmalgeschützte Häuser am Platz: Die Häuser in der Großen Märkerstraße 11 und 12 sowie am Großer Berlin 1. Alle drei standen jahrelang leer. Nun sollen hier Wohnungen entstehen.

Wer hier einzieht, lebt dann in einem geschichsträchtigen Umfeld: Die Große Märkerstraße zählt zu den ältesten Straßen der Stadt. Hier stehen Barock- und Renaissance-Häuser dicht an dicht. Im 18. Jahrhundert war sie bevorzugter Wohnsitz von Professoren der Martin-Luther-Universität.

Geo-Magazin lobt für Halle (Saale): Buntes Treiben in der Sternstraße

Auch die Sternstraße, eine von Halles Restaurant- und Kneipenmeilen, kommt im Geo-Magazin sehr gut weg. Kein Wunder: In den vielen kleinen Kneipen und Restaurants blüht gerade in den Sommermonaten das Leben, all das vor der Kulisse der reichverzierten und sanierten Hausfassaden.

Allerdings: Auch in einer schönen Stadt Halle bleibt noch einiges zu tun. Gerade wenn es darum geht, nicht nur lokalpatriotische Hallenser, sondern auch Gäste für die Saalestadt zu begeistern. Ein Beispiel dafür, dass die Stadt für Durchreisende ein mitunter jammervolles Bild bietet: An einer der Haupteinfallstraßen - der Paracelsusstraße - bröckeln zwischen teils sanierten Gründerzeithäusern einige Altbauten seit Jahren vor sich hin. Blinde Fenster, zugemauerte Eingänge, grauer Putz: Wenn Halles Altstadt anziehen will, muss erst einmal das Eingangstor der Stadt einladend wirken. (mz)