Bubble-Ball in Halle

Bubble-Ball in Halle: Bei neuer Trendsportart des SG Einheit ist Rammen kein Foul

Halle (Saale) - Wer beim Fußball seinen Gegenspieler gerne mit voller Wucht über den Haufen rennt und auch nicht davor zurückschreckt, einen harten Torschuss mit der Körpermitte abzublocken, der ist bei der SG Einheit Halle genau richtig. Der traditionsreiche Verein sucht aber keinesfalls harte Hunde, die einen neuen Weltrekord für rote Karten aufstellen möchten, nein, der Verein hat sich eine Bubble-Ball-Arena ...

Von Jonas Nayda 20.07.2020, 14:44

Wer beim Fußball seinen Gegenspieler gerne mit voller Wucht über den Haufen rennt und auch nicht davor zurückschreckt, einen harten Torschuss mit der Körpermitte abzublocken, der ist bei der SG Einheit Halle genau richtig. Der traditionsreiche Verein sucht aber keinesfalls harte Hunde, die einen neuen Weltrekord für rote Karten aufstellen möchten, nein, der Verein hat sich eine Bubble-Ball-Arena angeschafft.

Jugendmannschaften der SG Einheit haben am Samstag die neue Arena eingeweiht

Das ist besonders in Zeiten von Corona praktisch, denn dank der großen Plastik-Bälle (genannt Bubbles) können alle Spieler gar nicht anders, als den Mindestabstand einzuhalten. Die Fußballer stülpen sich die mit Luft gefüllten Bubbles über und befinden sich damit in einer Art überdimensionierten Schwimmreifen. Nur die Beine und der Kopf schauen raus. Mehr braucht man ja auch eigentlich nicht zum Fußballspielen.

Einige Jugendmannschaften der SG Einheit haben am Samstag die neue Arena eingeweiht, nachdem sie dem Verein offiziell übergeben worden war. Vereinspräsident Wolfgang Reinhold war stolz: „Die Arena ist zu 100 Prozent von Sponsoren finanziert“, sagte er. Die knapp 340 Kilo schweren Banden und Tore aus Plastik gleichen einer Hüpfburg. Sie werden ebenfalls mit Luft gefüllt und können mit sechs Mann in gut 45 Minuten aufgebaut werden.

Trendsport Bubble-Ball stammt aus Norwegen

Bubbles gibt es in drei verschiedenen Größen, sodass Kinder, Jugendliche und auch erwachsene mitspielen können. Der Trendsport stamme ursprünglich aus Norwegen, wo er in einer TV-Sendung erfunden worden sei, erklärte Reinhold. Es gelten zwar grundsätzlich die gleichen Regeln wie beim Fußball, aber Körper- beziehungsweise Bubble-Kontakt ist erlaubt. Außerdem wird auf einem Kleinfeld gespielt.

Das testeten die Jungs der SG Einheit auch gleich ordentlich aus. Die Zuschauer hatten teilweise den Eindruck, es ginge mehr darum, den Gegenspieler mit möglichst viel Anlauf möglichst spektakulär von den Füßen zu reißen und weniger darum, ihm den Ball abzunehmen.

Keine eigene Bubble-Ball-Abteilung bei der SG Einheit in Halle

Die Taktik war durchaus erfolgversprechend, denn wenn ein Spieler mit dem Kopf nach unten auf dem Rasen landete, hatte er häufig Schwierigkeiten, wieder aufzustehen. Dann wirkten die Bubble-Baller eher wie Käfer, die auf dem Rücken liegen. So bekamen die Zuschauer schließlich doch noch ein paar Tore zu sehen und hatten eine Menge Spaß dabei.

Eine eigene Bubble-Ball-Abteilung wird es bei der SG Einheit nicht geben. Sie ist beim Fußball integriert. Die Arena stehe außerdem auch anderen Sportvereinen der Stadt zur Verfügung, sagte Reinhold. Sie könne jederzeit nach Bedarf aufgebaut werden. (mz)