ASB erweitert Fürsorge-Angebot

ASB erweitert Fürsorge-Angebot: Pflegedienst in Halle Süd unter neuer Leitung

Halle (Saale) - Der ASB erweitert ein Fürsorge-Angebot im südlichen Halle und übernimmt dafür einen bestehenden Pflegedienst. Wieso die ehemalige Chefin sich darüber freut.

Von Franz Ruch
ASB-Regionalgeschäftsführer Maik Scharf und die neue Pflegedienstleiterin, Sonja Klimm, stehen im Wohnbereich der Tagespflege.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat einen weiteren Standort für seinen ambulanten Krankenpflegedienst und die Tagespflege im Süden von Halle eröffnet. In der Gustav-Staude-Straße 15/16 in der Silberhöhe hat der Wohlfahrtsverband die bestehenden Angebote vom Krankenpflegedienst Sonja Klimm übernommen und wird diese jetzt weiterführen. „Wir haben uns bewusst für die Silberhöhe entschieden, um unser bestehendes Spektrum im Süden von Halle zu erweitern“, sagt Maik Scharf, Geschäftsführer des ASB-Regionalverbandes Halle/Bitterfeld.

Die größte Neuerung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen dürfte sein, dass sie jetzt für den ambulanten und den teilstationären Pflegedienst des ASB eine zentrale Anlaufstelle in der Silberhöhe haben. Schon Anfang August hatte der ASB den ambulanten Krankenpflegedienst von Sonja Klimm an der Wittenberger Straße übernommen. Im November folgte dann auch die Übernahme der Tagespflege und die Zusammenlegung beider Standorte in der Gustav-Staude-Straße. „Mit 300 Quadratmetern ist das Objekt für eine reine Tagespflege ziemlich groß“, schätzt ASB-Regionalgeschäftsführer Maik Scharf ein.

„Die meisten verbringen den Vormittag und die Mittagsruhe hier“

Bis zu zwölf Bewohner können in der Tagespflege betreut werden. „Die meisten verbringen den Vormittag und die Mittagsruhe hier“, sagt Maik Scharf. Montags bis freitags, von 8 bis 16 Uhr, kümmern sich fünf Pfleger um die Bewohner. Die Aktivitäten reichen vom gemeinsamen Zubereiten und Einnehmen der Mahlzeiten über das gemeinsame Zeitunglesen und Basteln bis hin zum Spaziergehen, so Scharf.

All das gab es auch schon vorher hier, nämlich bei Sonja Klimm. Die 62-Jährige gelernte Krankenschwester führte knapp 30 Jahren lang ihren eigenen Pflegedienst im südlichen Halle und bot neben einer ambulanten Krankenpflege seit 2015 auch eine Tagespflege an. In der Pflege möchte Sonja Klimm auch weiterhin bis zur Rente arbeiten und hat sich deshalb nach dem Verkauf des Objektes beim ASB als neue Pflegedienstleiterin anstellen lassen. Ihr Personal konnte sie vollständig mitnehmen.

„Die ganze Bürokratie ist mir mit den Jahren zu viel geworden“

Die Geschäftsführung des Pflegebetriebs wolle sie allerdings endgültig hinter sich lassen und ruhiger treten. Auf die Organisation, den Papierkram und die ständigen Personalprobleme könne sie nach all der Zeit gut verzichten. „Die ganze Bürokratie ist mir mit den Jahren zu viel geworden“, sagt Sonja Klimm. Deswegen der Pflege den Rücken zu kehren, falle ihr aber im Traum nicht ein. „Ich liebe den Beruf einfach“, sagt sie. Schon, als sie noch selbstständig war, habe sie am liebsten mit den Menschen gearbeitet. „Das Büro war nur das lästige Übel.“

Der ASB leitet im Süden von Halle neben der Sozialstation und der Tagespflege an der Gustav-Staude-Straße auch das Seniorenzentrum Elsteraue an der Joachimstaler Straße und ein Pflegeheim an der Jamboler Straße. (mz)