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Wo KZ-Häftlinge einst Flugzeuge für Hitlers Luftwaffe montierten Am Rande von Halle: Natur verdeckt heute blutigen Boden der ehemaligen Siebel-Werke

Ein Wachturm, eine Mauer und viel Gestrüpp künden in Halles Froher Zukunft bis heute von einem KZ am Rande der Stadt, in dem einst Zwangsarbeiter für die deutsche Luftwaffe schrauben mussten. Später nutzten die Volkspolizei und die DDR-Justiz das heute überwachsene Gelände.

Von Steffen Könau 22.08.2021, 08:00
Einst montierten hier KZ-Häftlinge Flugzeuge für Hitlers Luftwaffe, inzwischen aber sieht das  Gelände der Siebel-Werke aus wie Dornröschens Schloss.
Einst montierten hier KZ-Häftlinge Flugzeuge für Hitlers Luftwaffe, inzwischen aber sieht das Gelände der Siebel-Werke aus wie Dornröschens Schloss. (Foto: Steffen Könau)

Halle (Saale)/MZ - Beinahe ist er nicht mehr zu sehen, der Wachturm, der hinter einer zugewachsenen Mauer steht. Längst entglast und rostig, lugt die Kanzel aus dem Gehölz, das gewachsen ist, seit das jahrzehntelang streng abgeschottete Gebiet ganz am Rande des halleschen Stadtteils Frohe Zukunft aufgegeben und vergessen wurde.