Umwelt und Energie

Umwelt und Energie: Benndorf steht Modell

benndorf/MZ - In Sachen umweltfreundliche Energiepolitik ist Benndorf eine der Vorzeige-Gemeinden in Sachsen-Anhalt. Vor allem die örtliche Wohnungsbaugesellschaft (BWB) setzt sich bereits seit längerer Zeit sowohl für sparsamen Energieverbrauch als auch für die Nutzung alternativer Energiequellen ein. „Auf diesem Gebiet ist die Wohnungsbaugesellschaft Benndorf schon ziemlich weit“, sagt Marko Mühlstein, Geschäftsführer der Landesenergieagentur (Lena) Sachsen-Anhalt, gestern bei einem Pressegespräch im ...

Von wladimir kleschtschow 10.06.2014, 15:49

In Sachen umweltfreundliche Energiepolitik ist Benndorf eine der Vorzeige-Gemeinden in Sachsen-Anhalt. Vor allem die örtliche Wohnungsbaugesellschaft (BWB) setzt sich bereits seit längerer Zeit sowohl für sparsamen Energieverbrauch als auch für die Nutzung alternativer Energiequellen ein. „Auf diesem Gebiet ist die Wohnungsbaugesellschaft Benndorf schon ziemlich weit“, sagt Marko Mühlstein, Geschäftsführer der Landesenergieagentur (Lena) Sachsen-Anhalt, gestern bei einem Pressegespräch im Ort.

Der Landesenergieagentur zufolge sollen gute Erfahrungen auf dem Energiegebiet aus vier Modellregionen ausgebaut und verbreitet werden: Mansfeld-Südharz mit Benndorf, Harz mit Dardesheim, Bioenergieregion Altmark und Energieavantgarde Anhalt. In MSH-Kreis soll ein Sanierungsplan für die kommunalen Liegenschaften entstehen.

„In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde“, betont BWB-Geschäftsführer Gerhard Blume. Bereits seit 2007 begann die Wohnungsbaugesellschaft, mittels Photovoltaik Sonnenenergie in Strom umzuwandeln. Die entsprechenden Elemente werden auf den Dächern einiger Wohnblocks in der Bergarbeitersiedlung montiert. Außerdem werden seit 2009 Wohnungen der BWB auch mit Wärme aus einer Biogasanlage versorgt. Beide Fahrzeuge, mit denen Handwerker ihre täglichen Einsätze absolvieren, fahren mit Strom.

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie will die Wohnungsbaugesellschaft weitere Möglichkeiten prüfen. Zum Beispiel bei der Straßenbeleuchtung. „Es reicht nicht aus, wenn wir lediglich energiesparende Lampen einsetzen“, sagt Blume. Denkbar sei zum Beispiel, dass eine Straßenlampe erst dann leuchtet, wenn sich ein Passant nähert.

Das Pressegespräch am Dienstag fand anlässlich eines Arbeitstreffens der energetischen Modellregionen (siehe „Vier Modellregionen“) in der Sekundarschule Benndorf statt. Auch in der Schule spielt das Thema „Energie“ eine große Rolle. Das Schulprogramm schließt den Punkt Energie und Energieeffizienz ein. Projekte dazu gibt es in allen Klassenstufen. Und auf dem Dach der Schulgebäudes ist eine Photovoltaik-Anlage moniert.

Von der Landesenergieagentur bekam die Schule gestern ein Geschenk: ein Gerät zur Messung von CO2-Gehalt. Damit können die Schüler sehen, wann der jeweilige Raum gelüftet werden muss. Vor allem in der kalten Jahreszeit lässt sich so Energie sparen.