Brandstiftung vermutet

83 Feuerwehrleute kämpften in Helbra gegen die Flammen

Ein Großaufgebot von Einsatzkräften musste nach Helbra ausrücken, auch in Eisleben bei einem Kellerbrand waren die Helfer über Stunden im Einsatz.

Von Daniela Kainz
Mit einer Drehleiter kämpften die Feuerwehrleute gegen den Großbrand in den Familienhäusern an. (Foto: Feuerwehr Helfta)

Helbra/Eisleben

Um 4.21 Uhr ging der Alarm am Samstagmorgen bei der Feuerwehr ein. „Ein Autofahrer hatte den Qualm und die Flammen bemerkt und den Brand gemeldet“, sagt Dennis Amey, Gemeindewehrleiter in der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra. Das sich rasant ausbreitende Feuer in den zum größten Teil leerstehenden, sogenannten Familienhäusern in Helbra löste einen Großeinsatz aus. Insgesamt 83 Einsatzkräfte mit 18 Fahrzeugen kämpften vor Ort gegen die Flammen: Wehren aus Ahlsdorf, Blankenheim, Bornstedt, Helbra, Klostermansfeld, Kreisfeld und Wimmelburg fuhren vor. Mit ihren Drehleitern eilten Feuerwehren aus Helfta und Gerbstedt zur Hilfe.

Feuer breitete sich rasch aus

Die Löscharbeiten am Gebäude mit seinen fünf separaten Eingängen, von denen nur noch zwei von zwei Mietern bewohnt waren, gestalteten sich sehr schwierig. „Das Feuer ist über das mit Dachpappe gedeckte Dach immer weiter gelaufen“, sagt Amey. So konnte sich der Brand über drei weitere Eingänge ausbreiten. Trotz aller Bemühungen brannte laut Amey eine der noch genutzten Wohnungen komplett aus. „Den letzten bewohnten Eingang konnten wir retten“, sagt er.

In dem Gebäude in Helbra brannte es lichterloh.
(Foto: Christian Müller)

Laut Polizei befanden sich zum Zeitpunkt des Feuers zwei Personen im Gebäude. Diese seien evakuiert worden. „Wir gehen aktuell von Brandstiftung aus“, sagte Polizeisprecher Alexander Junghans. Das schon vorher baufällige Gebäude sei nach dem Brand nun einsturzgefährdet. Eine Untersuchung am Brandort soll am Montag stattfinden. Ersten Schätzungen zufolge beträgt der Schaden rund 30.000 Euro. Der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis weit in den Samstag hinein. Immer wieder hatten sich Glutnester entwickelt und mussten gelöscht werden. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden die Anwohner aufgefordert, ihre Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Kellerbrand in Eisleben

Bereits am Freitagnachmittag waren 16 Einsatzkräfte aus Eisleben und Helfta gefordert, als sie zu einem Kellerbrand in ein Mehrfamilienhaus in der Eisleber Steigerstraße gerufen wurden. Nach Angaben der Polizei waren vier Keller betroffen, in denen Unrat brannte. Wegen der starken Rauchentwicklung im Gebäude mussten die Bewohner teilweise über den Hinterausgang in Sicherheit gebracht werden. Eine Person wurde verletzt und medizinisch versorgt. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Weil die Hauptelektroleitung beschädigt wurde, sind die Wohnungen nicht bewohnbar. Der Schaden: 30.000 Euro. (mz)