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Fahndung nach GewalttäterVerurteilter Vergewaltiger in Berlin auf der Flucht - Mann wurde 2004 in Dessau verurteilt

Die Polizei sucht weiter nach einem verurteilten Vergewaltiger, dem bei einem begleiteten Ausgang in Berlin die Flucht gelungen ist. Der 54-Jährige hatte 2000 im Landkreis Wittenberg eine junge Frau vergewaltigt.

Aktualisiert: 09.02.2024, 13:17
Die Polizei fahndet nach einem Gewalttäter.
Die Polizei fahndet nach einem Gewalttäter. Symbolfoto: IMAGO/Panama Pictures

Berlin/Dessau/DPA/MZ/SBR. - Die Polizei sucht weiter nach einem verurteilten Vergewaltiger, dem bei einem Ausgang in Berlin die Flucht gelungen ist. Derzeit werde geprüft, ob öffentlich mit einem Foto nach dem 54-Jährigen gefahndet werden soll, teilte ein Sprecher der Senatsjustizverwaltung am Donnerstag mit. Zuständig dafür sei die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau als zuständige Vollstreckungsbehörde. Am Freitagmittag war dazu noch keine Entscheidung gefallen.

Nach dem als gefährlich geltenden Mann wird seit Dienstagabend in Berlin gefahndet

Nach dem als gefährlich geltenden Mann wird seit Dienstagabend gefahndet. Der Häftling hatte in der Sicherungsverwahrung der Justizvollzugsanstalt Tegel eingesessen. Während eines Freigangs, bei dem ihn Justizbedienstete begleiteten, nutzte er die Gelegenheit zur Flucht.

Nach einem Bericht des RBB wurde der Mann 2004 vom Landgericht Dessau-Roßlau wegen Vergewaltigung und Freiheitsberaubung verurteilt. Dabei sei auch ein Urteil des Landgerichts Frankfurt (Oder) wegen Vergewaltigung aus dem Jahr 2001 mit einbezogen worden, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft dem Sender sagte.

Zu der in Dessau verurteilten Vergewaltigung war es 2000 im Landkreis Wittenberg gekommen

Nach MZ-Informationen war es im Juli 2000 in Mönchenhöfe im Landkreis Wittenberg zu der 2004 verurteilten Tat gekommen sein. Der aus Brandenburg stammende Mann hatte dort einen Freund besucht und sich vor Ort, als ein Mann des Fernsehsenders RTL ausgegeben, der für die Fernsehserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ Komparsen gesucht. Dabei war er auf ein Pärchen gestoßen und brachte die junge Frau am Ende dazu, in sein Auto zu steigen. In einem Waldgebiet kam es dann zu der Vergewaltigung. Wegen des Tatortprinzips wurde der Fall dann am Landgericht Dessau verhandelt.

Nach dem Mann wird bundesweit gefahndet. Verbindungen nach Sachsen-Anhalt und in die Region Dessau-Wittenberg soll es aber nicht geben.