Unglück im Dessauer Waldbad

Unglück im Dessauer Waldbad: Fünfjährige stirbt nach Badeunfall

Dessau - Im Dessauer Waldbad ist am Donnerstag nach einem Badeunfall ein fünfjähriges Mädchen gestorben. „Die Ärzte haben bis zuletzt um das Leben gekämpft“, sagte Polizeisprecher Ralf Moritz am Abend auf Nachfrage. Das Kind war am Donnerstagmittag zunächst geborgen und erfolgreich reanimiert worden. Es starb allerdings am Abend im ...

Von Heidi Thiemann
Das Dessauer Waldbad

Im Dessauer Waldbad ist am Donnerstag nach einem Badeunfall ein fünfjähriges Mädchen gestorben. „Die Ärzte haben bis zuletzt um das Leben gekämpft“, sagte Polizeisprecher Ralf Moritz am Abend auf Nachfrage. Das Kind war am Donnerstagmittag zunächst geborgen und erfolgreich reanimiert worden. Es starb allerdings am Abend im Krankenhaus.

Wie es zu dem Unglücksfall kam, konnte die Polizei am Donnerstag noch nicht sagen. „Die Geschehensabläufe zum Unglücksfall werden gegenwärtig geprüft“, so der Sprecher. Um 12.48 Uhr war der Notruf über eine vermisste Person im Waldbad in der Dessauer Rettungsleitstelle eingegangen.

Rettungshubschrauber ins Waldbad entsandt

Umgehend wurden Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes alarmiert. Zudem wurde ein Rettungshubschrauber ins Waldbad entsandt. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war das Kind bereits geborgen, sagt Badbetreiber Thomas Jetzke. Laut seinen Schilderungen war kurz zuvor laut um Hilfe geschrien worden, weil ein kleines Kind vermisst wurde. „Wie lange es zu diesem Zeitpunkt schon vermisst wurde, weiß keiner“, sagt er sichtlich geschockt. Doch sofort hatten Rettungsschwimmer und Badegäste damit begonnen, das fünfjährige Mädchen zu suchen.

Etwa zehn Leute waren an der Suche beteiligt. „Das ganze Bad war in Aufruhr“, so Jetzke, der ebenfalls im Bad war. Badegäste halfen beispielsweise, in dem sie das Rettungsboot ruderten, der Rettungsschwimmer sei vom Boot aus nach dem Mädchen getaucht.

Da aber nicht klar war, wo das Kind ins Wasser gegangen sein könnte, wurde nach Hinweisen der Eltern an drei verschiedenen Stellen gesucht. Da es sehr windig war und es Wellen auf dem See gab, gestaltete sich das nicht einfach, erklärt Jetzke. Schließlich wurde die Kleine außerhalb des Nichtschwimmerbereiches gefunden und geborgen.

„Wenn ein Kind betroffen ist, ist das für alle emotionaler und schwerer zu verkraften.“

„Am Ufer wurde sofort mit der Herzdruckmassage begonnen“, schildert der Badbetreiber die dramatischen Minuten. Die Rettungskräfte von Feuerwehr und Notdienst übernahmen. Das Kind wurde reanimiert.

Der Rettungsschwimmer, der das Mädchen geborgen hat, sagt Jetzke, „ist ein erfahrener Mann“. In diesem Jahr habe er bereits zwei Menschen aus Notsituationen gerettet. „Aber wenn ein Kind betroffen ist, ist das für alle emotionaler und schwerer zu verkraften. Das ist sehr traurig für alle“, erklärt er. (mz)