Stolpersteine

Stolpersteine: Acht weitere Gedenk-Orte

Halle (Saale)/MZ. - Bereits zum 5. Mal verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig in Zusammenarbeit mit der Werkstatt Gedenkkultur in Dessau-Roßlau Stolpersteine. Mit der Aktion Aktion am Donnerstag, wo zwölf Gedenksteine an acht verschiedenen Orten in der Dessauer Innenstadt verlegt worden sind, erinnern insgesamt bereits 59 Stolpersteine im gesamten Stadtgebiet an den letzten freigewählten Wohnort von vom NS-Regime ...

Bereits zum 5. Mal verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig in Zusammenarbeit mit der Werkstatt Gedenkkultur in Dessau-Roßlau Stolpersteine. Mit der Aktion Aktion am Donnerstag, wo zwölf Gedenksteine an acht verschiedenen Orten in der Dessauer Innenstadt verlegt worden sind, erinnern insgesamt bereits 59 Stolpersteine im gesamten Stadtgebiet an den letzten freigewählten Wohnort von vom NS-Regime Verfolgten.

Nach dem Auftakt in der Kavalierstraße 66 in Gedenken an Emma und Hermann Gutmann, sowie deren unverheiratete Tochter Meta Gutmann wurden an sieben weiteren Orten Stolpersteine verlegt. In der Marktstraße 11, Ecke Wallstraße wird an Martha Löwenstein, geborene Marcus erinnert. Sie war die Witwe des Dessauer Kaufmanns David Löwenstein. Martha Löwenstein starb im Februar 1943 im Ghetto Theresienstadt.

In der Flössergasse 30 sind Stolpersteine im Gedenken an Amalie und Adolf Rothschild zu finden. Adolf Rothschild war Handelsmann. Er und seine Frau starben im Altersghetto Theresienstadt.

Ein weiterer Stolperstein in der Friederikenstraße erinnert an Charlotte Rothschild. Die Frau eines Dessauer Viehhändlers wurde ohne den obligatorischen gelben Judenstern in der Straßenbahn gesichtet und daraufhin deportiert.

I n der Kavalierstraße 49 wird Lina Bernhardt, geborene Wiener, gedacht. Sie war Witwe und lebte im ehemaligen Bankhaus Cohn.

Am Friedensplatz 20 erinnert ein Stolperstein an Manfred Linz. Die Familie, Textilhändler, flüchtete ins Ausland. Manfred gelang die Flucht nicht. Er wurde im KZ Sachsenhausen inhaftiert, wo er 1942 starb. Am Friedensplatz 16 wird Ignaz Bloch gedacht. Er war leitender Chemiker in der Zuckerfabrik Aken, bevor er ins Ghetto Litzmannstadt deportiert wurde.

I n der Askanischen Straße 102 lebten bis zu ihrer Deportation ins Ghetto Theresienstadt Martha Hart, geborene Marcus, und ihr Ehemann Menko Hart. Durch zwei Stolpersteine wird den ehemaligen Kaufhausbesitzern gedacht.

DGI