Kriminalität

Kriminalität: Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche

Dessau-Roßlau/MZ/JOP - Diebe in Dessau-Roßlau haben mehrere neue Betrugsmaschen beim Geldwechseln entwickelt. In den letzten Wochen haben damit verschiedene Täter mehrmals Geld in Supermärkten und Banken gestohlen. "Die Tricks sind sehr raffiniert", sagte Susan Resetaritz von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost: "Aufgeflogene Maschen werden eingestellt und rasch neue ...

Diebe in Dessau-Roßlau haben mehrere neue Betrugsmaschen beim Geldwechseln entwickelt. In den letzten Wochen haben damit verschiedene Täter mehrmals Geld in Supermärkten und Banken gestohlen. "Die Tricks sind sehr raffiniert", sagte Susan Resetaritz von der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost: "Aufgeflogene Maschen werden eingestellt und rasch neue entwickelt."

Beispielsweise hat ein Täter hat in einem Supermarkt zwei Getränkedosen gekauft und mit einem 200 Euro-Schein bezahlt. Als die Verkäuferin das Wechselgeld rausgab, behaupte er, dass die Dosen billiger seien. Während des inszenierten Streits klaute der Täter unbemerkt 80 Euro vom Wechselgeld. Anschließend wollte er die Dosen umtauschen und den 200 Euro-Schein zurück. Die Kassiererin bemerkte allerdings die Masche, und rief die Polizei, die den Betrüger festnehmen konnte.  

Bei einem ähnlichen Fall konnte ein kriminelles Paar mehrere hundert Euro in einem Supermarkt stehlen. Nach der Bezahlung an der Kasse, baten sie die Verkäuferinnen, einen 50 Euro-Schein zu wechseln. Sie gaben vor, Scheine mit bestimmten Buchstabenkombinationen zu sammeln. Während die Kassiererin nach den Scheinen in der Kasse suchte, gelang es dem Pärchen sie abzulenken und mehrere hundert Euro zu erbeuten. Einige Täter haben den Trick abgewandelt, in dem sie behauptet haben, das Wechselgeld sei Falschgeld. Auch mehrfaches Geldwechsel ist eine schon aufgetretene Betrugsmasche.

Die Polizei warnt davor, zusätzliche Geldscheine an der Kasse zu wechseln. Zudem sollten Verkäuferinnen besonders aufmerksam sein, wenn sehr günstige Waren mit großen Geldscheinen bezahlt werden. "In jedem Fall sollte sofort die Polizei gerufen werden, wenn es zu einem solchen Vorfall oder Versuch gekommen ist", sagte Resetaritz.

Die Betrüger haben es aber nicht nur auf Supermärkte und Banken abgesehen, sondern auch auf ältere Menschen. Hier setzten sie auf den sogenannten Zwei-Euro-Geldwechseltrick. Zumeist spähen die Täter ihre Opfer beim Geldabheben oder beim Bezahlen an der Kasse aus. Anschließend bittet der Täter, ein zwei Euro-Stück zu wechseln. Der Betrüger bietet an, selbst im Portemonnaie nach geeigneten Münzen zu suchen. Dabei klaut er mehrere Geldscheine.

Die Polizei rät, auf andere Wechselmöglichkeiten hinzuweisen. Ansonsten sollten ältere Menschen immer genügend Abstand zwischen sich und dem Fremden halten und Körperkontakt vermeiden. Zudem sollte nie das Portemonnaie rausgegeben werden.