1. MZ.de
  2. >
  3. Lokal
  4. >
  5. Nachrichten Dessau-Roßlau
  6. >
  7. 1.000 Kilometer Leitungen: Ab Montag fliegen die Helikopter - Mitnetz Strom kontrolliert die Trassen aus der Luft

1.000 Kilometer Leitungen Ab Montag fliegen die Helikopter - Mitnetz Strom kontrolliert die Trassen aus der Luft

Ab Montag, 10. Juni, führt Mitnetz Strom die jährlichen Kontrollen ihrer Hochspannungsfreileitungen durch. Die Inspektionen finden in Sachsen-Anhalt bis zum 28. Juni statt.

09.06.2024, 13:30
Mitnetz kontrolliert ab Montag die Freileitungen in der Region.
Mitnetz kontrolliert ab Montag die Freileitungen in der Region. Foto: DPA

Dessau-Rosslau/MZ. - Ab Montag, 10. Juni, führt die Firma Mitnetz Strom die jährlichen Kontrollen ihrer Hochspannungsfreileitungen mit Helikopter-Unterstützung durch. Die Inspektionen finden in Sachsen-Anhalt bis zum 28. Juni statt. Überflogen werden die Landkreise Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Harz, Kyffhäuserkreis, Mansfeld-Südharz, Saalekreis, Wittenberg sowie die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau und Randgebiete von Halle.

Ziel ist es, eventuelle Beschädigungen oder Gefährdungen an den Leitungen frühzeitig festzustellen. Diese sind vom Boden aus oft schwer zu erkennen. Bei Auffälligkeiten werdenzeitnah Instandhaltungsmaßnahmen eingeleitet. In den Netzregionen Brandenburg, Südsachsen und Westsachsen sind die jährlichen Untersuchungen bereits abgeschlossen. Nun ist Sachsen-Anhalt an der Reihe.

„Kontrolliert werden dort alle Hochspannungsleitungen auf einer Fläche von rund 11.202 Quadratkilometern. Die 2.000 Kilometer Hochspannungsleitung führen entlang einer Trassenlänge von 1.000 Kilometer auf jeweils zwei Leitungen“, erläutert Heiko Orgass, Leiter der Gruppe Realisierung Hochspannung von Mitnetz Strom.

Dabei werden potenzielle Probleme wie Seilbeschädigungen durch Blitzschläge, Verformungen an Masten, unerwünschter Bewuchs, das Vorhandensein von Fremdkörpern, beschädigte Isolatoren und Risiken durch unsachgemäßen Einsatz von schweren Geräten entlang der Trasse identifiziert.

Leitungen in Waldgebieten, die erfahrungsgemäß durch kritischen Bewuchs gefährdet sind, werden zusätzlich noch einmal im Herbst kontrolliert. Die Freileitungstrassen werden mit einer Geschwindigkeit von 15 bis 30 Kilometer pro Stunde auf einer Flughöhe von ungefähr 20 Metern abgeflogen. Die Mitarbeiter sind rund sechs Stunden pro Tag in der Luft.

Falls während eines Fluges brütende Vögel oder Tiere auf der Weide entdeckt werden, wird ein weiträumiger Umweg um diesen Bereich herum gemacht, erklärt Orgass. Zusätzlich zu den Kontrollen aus der Luft werden die Leitungen regelmäßig vom Boden aus geprüft. Dabei werden unter anderem die Mastfundamente, die Maststruktur und der Korrosionsschutz bewertet.