Von der Idee zur Idylle

Verein „Natürlich Reuden“ hat den Dorfteich wieder zu einem Schmuckstück gemacht

Von Michael Maul
Viel ehrenamtliche Arbeit steckt in dem Projekt der Sanierung und Umgestaltung des Reudener Dorfteiches.
Viel ehrenamtliche Arbeit steckt in dem Projekt der Sanierung und Umgestaltung des Reudener Dorfteiches. (Foto: Michael Maul)

Reuden/MZ - In knapp zwei Jahren haben die Mitglieder des Vereins „Natürlich Reuden“ etwas geschafft, was seinesgleichen sucht. Der Teich, wo 2019 Schilf und Unkraut meterhoch standen und von Wasser weit und breit nichts zu sehen war, hat sich zu einer schmucken Freizeitidylle gemausert. Mit einem Dorfteich, der sich sehen lassen kann und in dem sich bereits etliche Tiere angesiedelt haben.

Um die Arbeiten und das schöne Fleckchen Erde inmitten von Reuden noch mehr aufzuwerten, findet am 11. September in der Zeit von 9 bis 16 Uhr der „Flohmarkt am Teich“ statt. Private Verkäufer, die sich von Teilen ihres Eigentums oder anderen interessanten Dingen trennen möchten, können sich noch telefonisch anmelden. Weiterhin haben die Vereinsmitglieder für diesen Tag auch an die Unterhaltung und Versorgung gedacht.

„Wir wollen auch denen, die noch nicht an unsrem Teich waren, zeigen, was man mit viel bürgerschaftlichem Engagement schaffen kann“

„Eine Hüpfburg für die Kleinen sowie Kaffee und Kuchen stehen natürlich bereit“, so die Vereinsvorsitzende Yvonne Starke. „Wir wollen auch denen, die noch nicht an unsrem Teich waren, zeigen, was man mit viel bürgerschaftlichem Engagement schaffen kann“, sagt sie. Und man wolle den vielen Firmen, die oft unentgeltlich oder für einen kleinen Obolus geholfen haben, Danke sagen.

Der Teich und der Uferbereich sind ein Schmuckstück geworden.
Der Teich und der Uferbereich sind ein Schmuckstück geworden.
(Foto: Michael Maul)

Ohne diese Hilfe wäre das Mammutprojekt nicht zu stemmen gewesen, weiß sie. Dabei denkt sie auch an die rund 900 Tonnen Baggeraushub aus dem Teichgelände, der abtransportiert und entsorgt werden musste. Weiterhin waren es etwa 300 Tonnen Erde sowie 110 Tonnen Kies, die für die Bau- und Gestaltungsarbeiten herangeschafft und verarbeitet werden mussten, nennt sie weitere imposante Zahlen.

Zurzeit werde ein Kanalsystem gebaut, durch welches das Regenwasser aus der Straßenentwässerung dem Teich zugeführt werden kann

„Das Wichtigste aber waren und sind unsere vielen freiwilligen Helfer, die bei jedem Wetter unermüdlich an dem Projekt gearbeitet haben“, bedankt sich Yvonne Starke bei den Menschen. Ob die Teilnehmer der Gründungsversammlung des Vereins im September 2019 an die Realisierung des Projektes geglaubt haben, kann sie nicht mehr nachvollziehen. „Sie haben aber durch ihren Fleiß gezeigt, dass auch in coronabedingten Problemzeiten mit bürgerschaftlichem Engagement etwas zu schaffen ist, was rundherum als einmalig bezeichnet werden kann“, so Starke. Und sie haben jede Möglichkeit genutzt, durch kleine Aktionen Geld zu sammeln, dass auch bei viel Ehrenamtlichkeit notwendig sei.

So sah die Anlage 2019 aus. Schilf und Unkraut bestimmten das Bild.
So sah die Anlage 2019 aus. Schilf und Unkraut bestimmten das Bild.
(Foto: Michael Maul)

Zurzeit werde ein Kanalsystem gebaut, durch welches das Regenwasser aus der Straßenentwässerung dem Teich zugeführt werden kann. Weiterhin wolle man den Uferbereich mit Bodendeckern bepflanzen, um auch diese Zone zu einer Idylle nicht nur für die Menschen werden zu lassen. „Unsere Mitglieder und auch die Anlieger haben Pflanzen mitgebracht, die wir am Ufer zu einem kleinen Blumengarten gestaltet haben“, freut sich Yvonne Starke.

Telefonische Anmeldung zum Markt unter Tel.: 0177/6756650.