Ein Hauch Waikiki

VC Bitterfeld-Wolfen will Beachvolleyballanlage in Greppin mittels Crowdfunding modernisieren

Was der Zweitligist dort alles vor hat.

Von Tobias Große
Der VC Bitterfeld-Wolfen will die  Beachvolleyballanlage in Greppin modernisieren.
Der VC Bitterfeld-Wolfen will die Beachvolleyballanlage in Greppin modernisieren. (Foto: André Kehrer)

Greppin - Am berühmten Waikiki Beach in Honolulu, so erzählt man sich, spielt eine Gruppe von Musikern jeden Sonntagnachmittag das Lied „Brown eyed girl“ von Van Morrison. Dazu tanzt die entspannte Gesellschaft barfüßig und in lässiger Badekleidung mit von der Sonne ausgeblichenen Haaren.

Die letzten Sonnenstrahlen werfen ihr warmes Licht auf die Schaumkronen der Bucht, bevor der Berg Diamond Head den Feuerball vollends hinter sich verschluckt. Honolulu, oder eher das gesamte Archipel Hawaii, ist ein Sehnsuchtsort für alle, die vom Paradies träumen.

Bereits 2019 startete dieses Unterfangen mehr oder weniger

Nun hat der Bitterfeld-Wolfener Ortsteil Greppin erst einmal wenig bis gar nichts mit der Inselkette im Pazifik zu tun. Doch Volleyball-Zweitligist VC Bitterfeld-Wolfen will hier in den kommenden Monaten „eine kleine Wohlfühloase schaffen“, wie Präsident Michael Eisel erzählt, die zumindest ein wenig an den Sehnsuchtsort Hawaii erinnern soll.

Genauer gesagt geht es darum, dass der VC die Beachvolleyball-Anlage in Greppin von Grund auf modernisieren will. Bereits 2019 startete dieses Unterfangen mehr oder weniger. Damals hatte der Verein einen Antrag gestellt, um den 2013 nach dem Hochwasser aufgeschütteten Sand auf den acht Feldern auszutauschen, weil dieser nicht wirklich für Beachvolleyball geeinigt sei, so Eisel. Dem wurde vor kurzem stattgegeben. Somit haben sich die Stadt Bitterfeld-Wolfen und der VC auf eine Nutzungsvereinbarung geeinigt, so dass der Verein die Anlage künftig übernimmt.

Der so genannte „Tikibeach“ soll nun aber in eine Oase für alle Fans des Beachvolleyballs verwandelt werden

Und der Volleyball-Zweitligist hat viele Ideen, die er noch in diesem Sommer umsetzen will. Denn Eisel betont: „Bisher war die Anlage relativ unattraktiv.“ Der so genannte „Tikibeach“ soll nun aber in eine Oase für alle Fans des Beachvolleyballs verwandelt werden.

Dafür soll die gesamte Anlage einmal komplett saniert und verschönert werden, mit frischem und speziell abgestimmten Beachsand, nagelneuen Netzanlagen, Beschattungen, mit sanitären Anlagen, einem Imbiss mit Sitzgelegenheiten und einem Kinderspielplatz. „Wir wollen die Anlage zum Leben erwecken“, so Michael Eisel. Passend: Die Felder sollen die Namen der acht hawaiianischen Inseln bekommen.

Das Fundingziel des VC Bitterfeld-Wolfen sind 50.000 Euro

Das kostst natürlich Geld. Um das gesamte Projekt durchziehen zu können, wird der VC Bitterfeld-Wolfen deswegen den ganzen Juni über im Internet eine Crowdfunding-Aktion machen. Unterstützerinnen und Unterstützer können dabei einfach Geld spenden, aber auch Gegenleistungen bekommen, wie zum Beispiel Originaltrikots der Zweitliga-Mannschaft oder der frisch gebackenen Deutschen Meisterin Emma Cyris, die beim VC BiWo das Volleyball-Einmaleins erlernt hat und heute in Dresden und der Nationalmannschaft spielt.

Das Fundingziel sind 50.000 Euro. „Das ist eine hohe Summe“, weiß Eisel. Doch sie ist nötig, denn BiWo möchte das Projekt auf einen Schlag durchziehen. „Wenn wir alles nacheinander machen, würden wir die Leute nicht mitziehen. Wir versuchen, alles auf einmal zu realisieren.“ Wenn das geschafft sein sollte, können Firmen oder auch Privatgruppen die Felder mieten. Zudem sollen an jedem Wochenende Turniere stattfinden. Und vielleicht finden sich auch Musiker, die sonntags „Brown eyed girl“ spielen.

Seit1. Juni ist die Crowdfunding-Aktion über BiWos Internetseite und unter www.fairplaid.org zu finden.