Rolle rückwärts in der Pandemie

Sinkende Coronazahlen: Gemeinde Muldestausee lockert die Zügel

Sportstätten und Dorfgemeinschaftshäuser dürfen wieder genutzt werden - vorausgesetzt, die Infektionsfälle bleiben auf niedrigem Niveau.

Von Ulf Rostalsky 17.01.2022, 13:00
Auch das Mehrzweckgebäude in Gröbern kann jetzt wieder für Veranstaltungen genutzt werden.
Auch das Mehrzweckgebäude in Gröbern kann jetzt wieder für Veranstaltungen genutzt werden. Kehrer

Pouch/MZ - Kommunale Sportstätten und Dorfgemeinschaftshäuser sind in der Gemeinde Muldestausee ab sofort wieder nutzbar. Das hat Bürgermeister Ferid Giebler (parteilos) bestätigt. Hintergrund für die Entscheidung sind sinkende Fallzahlen in der Corona-Pandemie. „Wir liegen jetzt im Vergleich landkreisweit auf den letzten Plätzen“, erklärt der Bürgermeister. Tatsächlich wurden zuletzt bei mehr als 10.000 Einwohnern maximal acht Infizierte pro Tag gezählt. „Vor Weihnachten sah das anders aus. Da war die Schließung der Einrichtungen auch eine Form des Selbstschutzes“, so Giebler.

Täglich nicht mehr als acht Coronafälle - Jetzt wird 2G-Regel zum Türöffner

Mit der Rücknahme der Schließung dürfen in Muldestausee kommunale Sportstätten und Gemeinschaftshäuser wie die in Pouch oder Gröbern wieder unter Einhaltung der Landesvorgaben genutzt werden. Sportstätten stehen mit 2G-Nachweis offen. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren müssen den Nachweis nicht erbringen. Von den Nutzern müssen zudem ein Hygienekonzept erarbeitet und eine Anwesenheitsliste geführt werden. Gleiches gilt für Gemeinschaftshäuser. Dort dürfen aber keine Tanzveranstaltungen und Diskos stattfinden. Bei rein privater Nutzung darf die Zahl der Teilnehmer nicht über 50 liegen.

Die neuen Regeln gelten unter Vorbehalt. „Ändert sich die allgemeine Lage und steigen die Fallzahlen, sind neue Beschränkungen nicht ausgeschlossen“, so Giebler.

Muldestausee ist Einzelfall im Altkreis Bitterfeld

Das Vorgehen der Gemeinde ist im Altkreis ein Einzelfall. In Bitterfeld-Wolfen hat man sich durchgehend an die Regeln der Landesverordnung gehalten. Auch im Dezember hatte man auf eine Verschärfung verzichtet, obwohl die Stadt bei den Neuinfektionen bei den absoluten Zahlen meist an der Spitze lag. „Lediglich das Woliday hat aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen“, so Stadtsprecher Detmar Oppenkowski.

In Sandersdorf-Brehna blieben Sportstätten und Dorfgemeinschaftshäuser ebenfalls geöffnet - mit der vom Land verfügten 2G-Regel. „Allerdings fanden in den Dorfgemeinschaftshäusern vor Weihnachten dennoch keine Veranstaltungen statt“, sagt Stadtsprecherin Stefanie Rückauf. Lediglich der Raum im Paul-Othma-Haus wurde genutzt - für Impfaktionen. Auch in Raguhn-Jeßnitz und Zörbig sind Gemeinschaftsräume und Sportstätten unter 2G geöffnet.