Nach 28 Jahren DauerlaufNach 28 Jahren Dauerlauf: Stadtwerke erneuern Blockheizwerk in Wolfen

Wolfen - Weithin sichtbar war der große Kran auf dem Geländen der Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen am Mittwoch dieser Woche. Am Haken hatte er unter anderem einen 22 Meter langen Schornstein, der für die Ersatzinvestition des Blockheizkraftwerkes dient. Außerdem wurden zwei neue große Motore in die vorhandene Hülle des alten Heizwerkes ...

Von michael maul 12.08.2019, 13:00

Weithin sichtbar war der große Kran auf dem Geländen der Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen am Mittwoch dieser Woche. Am Haken hatte er unter anderem einen 22 Meter langen Schornstein, der für die Ersatzinvestition des Blockheizkraftwerkes dient. Außerdem wurden zwei neue große Motore in die vorhandene Hülle des alten Heizwerkes gesetzt.

Als im April des Jahres 1991 die vier Motoren für das erste Blockheizkraftwerk Sachsen-Anhalts auf dem Gelände der jetzigen Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen ihren Betrieb aufnahmen, war das Neubauviertel Wolfen-Nord noch von vielen tausend Menschen bewohnt.

Es wurden Wärme und Strom gebraucht, um die Haushalte zu versorgen. Damals war das Blockheizkraftwerk (BHKW) das Neuste auf dem Markt und hat neben der notwendigen Wärme auch noch Strom geliefert. Es wurden also de facto durch die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Neue Technik hilft dabei Gas einzusparen

Die Zeiten haben sich geändert und damit auch die Technik. Aus den einst vier Modulen sind jetzt zwei geworden, die jeweils eine elektrische Leistung von 496 und eine Wärmeleistung von 614 Kilowatt bringen. Außerdem habe sich der Wirkungsgrad von rund 25 auf fast 50 Prozent erhöht, erklärt Stadtwerkeprokurist Thomas Glauer. Das bedeute natürlich im Umkehrschluss auch eine Einsparung von Gas. Weiterhin leite man die Wärmeenergie jetzt direkt ins Leitungsnetz und erreiche damit weniger Wärmeverluste.

„Wir sind natürlich sehr froh, dass unsere ersten Module so lange gehalten haben“, betont Glauer. Da sich aber die Anzahl der Reparaturen gehäuft habe und man auf neue und Technik setze, sei die Ersatzinvestition jetzt notwendig geworden. „Pünktlich zu Beginn der diesjährigen Heizperiode wollen wir die Arbeiten abgeschlossen haben, um den Kunden eine sichere und stabile Wärmeversorgung garantieren zu können“, blickt der Prokurist der Stadtwerke voraus. (mz)