Mondbäume sind die Besten

Mondbäume sind die Besten: In Krina werden Christbäume um den letzten Vollmond gefällt

Krina - Dass der Mond und das Wasser in engem Zusammenhang stehen, ist vor allem bei Ebbe und Flut deutlich zu sehen. Doch auch beim Schlagen der Weihnachtsbäume misst mancher dem leuchtenden Gestirn eine große Bedeutung ...

Von Michael Maul
Forstwirt Benedikt Sedlmayer prüft den Bestand der Bäume in seinem Revier, die in der Vollmondnacht geschlagen und als Weihnachtsbäume verkauft werden sollen.

Dass der Mond und das Wasser in engem Zusammenhang stehen, ist vor allem bei Ebbe und Flut deutlich zu sehen. Doch auch beim Schlagen der Weihnachtsbäume misst mancher dem leuchtenden Gestirn eine große Bedeutung zu.

Einer, der darauf schwört, die Bäume bei Vollmond aus dem Wald zu nehmen, ist Forstwirt Benedikt Sedlmayer aus Krina.

„Normalerweise sollen die Bäume am 11. Vollmond im Jahr, also etwa im November, geschlagen werden“, erklärt Sedlmayer die Vorgehensweise. Doch wenn der 12. Vollmond so günstig wie in diesem Jahr falle, dann könne man auch dieses Datum wählen.

Vom 3. bis 5. Dezember werden die Mondbäume in Krina gefällt

Also haben sie in seinem Betrieb vom 3. bis 5. Dezember die Mondbäume gefällt. Die klassischen Nordmanntannen und auch die gemeine Kiefer, sagt der Forstwirt, stünden nun auf dem Hof in Krina zur Abholung bereit. Einen Christkindlmarkt wie im Vorjahr werde es in diesem Jahr aus organisatorischen Gründen nicht geben, dafür aber sicher im nächsten Jahr wieder.

Dennoch könnten auf dem Hof neben den Bäumen wieder leckere Weihnachtsbraten, Wurst und Glühwein gekauft werden, sagt Sedlmayer. Das lasse er sich nicht nehmen.

Warum sind aber nun die Vollmondbäume die Besten? Der Forstwirt klärt auf: Die Zeit um die letzten Vollmonde im Jahr herum sei deshalb die günstigste zum Schlagen, weil die Tage am kürzesten sind und die Bäume deshalb und wegen der geringen Fotosynthese ihre Ruhephase beginnen.

Kunden sprechen von einer guten Qualität und langer Haltbarkeit der Weihnachtsbäume

„Es herrscht sozusagen Vegetationsruhe. Die Bäume sind stabil und auch weniger anfällig gegenüber Schädlingen. Wenn die Tage wieder länger werden, beginnen auch die Bäume wieder aktiv zu werden“, sagt Sedlmayer. Wissenschaftliche Beweise dafür gebe es zwar nicht, aber auch die Kunden würden von einer guten Qualität und langen Haltbarkeit der Weihnachtsbäume sprechen.

Da er diese Aktionen an den letzten Vollmondtagen im Jahr nun schon zehn Jahre lang betreibe, könne er von der Richtigkeit dieser These ausgehen. (mz)