Verwandte wurde misstrauisch Betrüger bieten Mann aus Bitterfeld-Wolfen kostenfreie Notfallklingel an - Polizei warnt
Mit einer neuen Masche versuchen Betrüger, mit Angeboten von Pflegehilfsmitteln per Anruf Gewinn zu machen.

Bitterfeld-Wolfen/MZ. - Mit einer neuen Masche versuchen Betrüger, mit Angeboten von Pflegehilfsmitteln per Anruf Gewinn zu machen. So erging es laut Polizei einem 60-Jährigen aus dem Raum Bitterfeld-Wolfen. Der Mann hatte am 29. Januar einen derartigen Anruf erhalten.
Im Gesprächs wurde ihm eine für ihn kostenfreie Notfallklingel angeboten. Im Gegenzug forderte die Vertriebsmitarbeiterin den Senior zur Übermittlung der Sozialversicherungsnummer auf. Auch übersandte sie ihm zwei Formulare, die er ungelesen unterschrieb und ihr wieder übermittelte. Eine nahe Verwandte wurde nun aber wegen des Vorgehens misstrauisch und recherchierte dazu. Dabei fand sie heraus, dass die Telefonnummer nicht unter der angegebenen Vertriebsfirma registriert sei. Zudem konnte plötzlich keinerlei telefonischer Kontakt mehr zu der Mitarbeiterin hergestellt werden. Ein Betrug wird nun vermutet. Am Dienstag wurde deshalb Strafanzeige gestellt.
Doch wie funktioniert dieser Betrieb? Wer auf Pflege angewiesen ist, muss einiges organisieren: Welche Hilfsmittel braucht es, wer pflegt und welche Unterstützung bekommen die Pflegenden? Betrüger nutzen dies laut Polizei zunehmend aus und rufen willkürlich Menschen an, um Pflegehilfsmittel anzubieten, die für die Betroffenen kostenlos sind, aber in betrügerischer Absicht über deren Pflegekassen abgerechnet werden. Wer solch einen Anruf bekommt, solle sofort auflegen, rät die Polizei.