„Salzlandcard“

Warum jetzt auch das Serumwerk mitmacht

Welche Gründe für den Vorstand entscheidend waren. Inzwischen gibt es im Landkreis über 60 Akzeptanzstellen für die Card.

Von Thomas Weißenborn
Die beiden Vorstande der Serumwerk Bernburg AG, Frank Kilian (links) und Dr. Jan Lukowczyk haben den Mitarbeitern des Unternehmens die Salzlandcard inklusive eines Guthabens zur Verfügung gestellt. Foto: Serumwerk Bernburg

Bernburg - Unternehmen, denen ihre Mitarbeiter am Herzen liegen, haben, neben einer angemessenen Bezahlung, mehrere Möglichkeiten, ihre Anerkennung auszudrücken. Kleine Aufmerksamkeiten in der Weihnachtszeit oder zu besonderen Firmenjubiläen zählen dazu. Ganz beliebt sind bisher handliche Gutscheinkarten großer Online-Händler. Doch die haben einen entscheidenden Nachteil, weiß der Vorstand der Serumwerk Bernburg AG. Das Geld bleibt nicht in der Region.

Aus diesem Grund hat sich die Chefetage des Bernburger Pharmaunternehmens dazu entschlossen, seinen Mitarbeitern eine Salzlandcard auszuhändigen und diese gleich mit einem Guthaben in Höhe von 50 Euro zu versehen. „Ungefähr 300 solcher Salzlandcards haben wir in den vergangenen Tagen ausgegeben“, sagt Claudia Ortmann, Personalleiterin des Serumwerkes. „Das ist sehr gut bei unseren Mitarbeitern angekommen.“

Neben dem Serumwerk habe sich auch ein zweites großes Unternehmen in der Region dafür entschieden, seinen Mitarbeitern einen Extradank zu überreichen, sagt Klara Strube, Marketingleiterin der Smart Region GmbH, die die Salzlandcard im Salzlandkreis vertreibt. „Seit kurzem ist auch das E-Center in Aschersleben mit im Boot“, freut sie sich. „Im April wurden über 500 neue Karten von Arbeitgebern für ihre Mitarbeiter bestellt.“

Inzwischen gebe es im gesamten Landkreis über 60 Akzeptanzstellen für die Salzlandcard. Der Schwerpunkt liegt dabei noch im Westen des Salzlandkreises, in Aschersleben und Staßfurt. Bei der Kaufmannsgilde Aschersleben und beim Gewerbeverein Staßfurt stieß die Idee auf fruchtbaren Boden.

„Das ist sehr gut bei unseren Mitarbeitern angekommen.“

Personalleiterin Claudia Ortmann über die Salzlandcard

Doch nun solle auch in Bernburg und Schönebeck Fahrt aufgenommen werden, verspricht Klara Strube. In der Roten Apotheke in Bernburg wird die Salzlandcard bereits akzeptiert. „Demnächst folgt ein Bekleidungsgeschäft“, kündigt sie an und hofft, Dass sich eine gewisse Eigendynamik entwickele. Ebenso wie in Bernburg sei sie auch in Schönebeck mit weiteren Unternehmen im Gespräch.

Auch für Landrat Markus Bauer ist das Projekt Salzlandcard eine Herzensangelegenheit. „Wir wollen damit unseren Einzelhandel vor Ort unterstützen“, sagt er. „Die Salzlandkarte ist ein modernes und regionales Zahlungsmittel für die Region. Die wiederaufladbaren Guthabenkarten helfen dabei, Zahlungsströme wieder zu regionalisieren und den lokalen Handel zu stärken“, ergänzt Klara Strube.

„Mit PayDirekt, einem Service der deutschen Banken und Sparkassen, können Aufladungen direkt vom eigenen Girokonto erfolgen. Das macht die Karte vielseitig einsetzbar“, fährt sie fort. Anstatt nur das vom Arbeitgeber bereitgestellte Geld zu nutzen, können Karteninhaber ihr Guthaben jetzt ganz flexibel selbst verwalten.

Die Karte könne nach eigenen Bedürfnissen als Guthaben- und Gutscheinkarte für den Alltag dienen. Das Projekt werde von der Salzlandsparkasse unterstützt. „Nutzer der Salzlandkarte erwartet deshalb ein ganz besonderer Bonus: Bei einer Aufladung von 50 Euro über PayDirekt werden der Salzlandkarte 60 Euro gutgeschrieben“, sagt Klara Strube. Die Gutschrift erfolge einige Tage nach der Online-Aufladung.

Das Aufladen der Salzlandkarten ist über das Nutzerportal online über PayDirekt möglich. Gleichzeitig kann das Kartenguthaben bei allen teilnehmenden Händlern und Geschäftsstellen der Salzlandsparkasse aufgeladen werden. (mz)