Vandalismus mit Feuerwerk

Vandalismus und Ruhestörung mit Feuerwerk in Bernburg: Polizeisprecher Kopitz rät Augenzeugen, auf die Polizei zu warten

Bernburg - Seit mehreren Abenden halten Unbekannte die Einwohner von Bernburg in Atem, in dem sie durch die Berg- und Talstadt ziehen und böllern. Am Dienstagabend etwa wurde ein Briefkasten der Post von drei Kindern oder Jugendlichen durch eine Feuerwerks-Explosion gesprengt, wobei auch Briefe mitgenommen worden sein ...

Explodierte Böller- und Raketenteile liegen auf der Straße in einem Wohngebiet. dpa

Seit mehreren Abenden halten Unbekannte die Einwohner von Bernburg in Atem, in dem sie durch die Berg- und Talstadt ziehen und böllern. Am Dienstagabend etwa wurde ein Briefkasten der Post von drei Kindern oder Jugendlichen durch eine Feuerwerks-Explosion gesprengt, wobei auch Briefe mitgenommen worden sein sollen.

Eine alarmierte Streife der Polizei suchte die Umgebung ab, allerdings ohne Erfolg. Ein weiterer Briefkasten wurde am Altstädter Kirchhof beschädigt. MZ-Redakteurin Katharina Thormann sprach darüber mit Polizeisprecher Marco Kopitz.

Ist das Problem der Polizei bekannt?
Marco Kopitz: Ja, das ist uns bekannt und bereits von mehreren Anrufern gemeldet worden. Während der Kontrollen in dem Bereich haben wir allerdings niemanden feststellen können, der für das unerlaubte Abbrennen der Pyrotechnik verantwortlich war.

Wie verhält man sich denn, wenn es wieder laut knallt?
Kopitz: Man kann uns das melden und wir überprüfen das Ganze. Es kann und wird aber passieren, dass wir dort niemanden mehr antreffen. Das „Böllern“ ist gesetzlich nur zwischen dem 31. Dezember und 1. Januar erlaubt, ansonsten verboten. Bei einem Verstoß handelt es sich aber nicht um eine Straftat, sondern um eine Ordnungswidrigkeit nach dem Sprengstoffgesetz.

Was würden Sie Augenzeugen raten?
Kopitz: Sie sollten sich genau merken, wie viele Personen es sind, wie alt sie ungefähr sind, was sie anhatten, wo sie hingegangen sind. Wenn man uns anruft, sollte man als Zeuge vor Ort auch bleiben und auf uns warten. Denn wir heben meist noch Fragen, welche sie beantworten können. (mz)

Marco Kopitz